Verdener Aller Zeitung

Verdener Aller Zeitung, 10.04.2017

 

 

Kreiszeitung, 07. Oktober 2012

 

Star Kathy Kelly und Gospelchor Etelsen ziehen 600 Besucher in Lunser Kirche

 

Kraftvoll auch in den Höhen

 

Lunsen - Kathy Kelly, langjährige Frontfrau und Produzentin der Kelly Family, machte auf ihrer „Gospel European Tour“ in Lunsen Station. Gemeinsam mit dem Gospelchor Etelsen begeisterte die Sängerin das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Cosmas und Damian Kirche.

Alle Register ihrer stimmlichen Fähigkeiten zog Kathy Kelly von der früheren „Kelly Family“ in der Lunser Kirche. Gefühlvoll begleitet wurde sie bei einigen Stücken vom Etelser Gospelchor. Der zeigte in weiteren Beiträgen, dass er auch ohne die bekannte Frontsängerin musikalisch außerordentliche Qualität besitzt.

 

Vor dem Konzert hatte es allerdings einigen Unmut bei etwas später gekommenen Besuchern gegeben. Diese Zuschauer mussten sich nämlich selbst zusätzliche Bänke oder Stühle aus dem Gemeindesaal organisieren, um eine Sitzgelegenheit zu bekommen. Von den Organisatoren keine Spur.

 

Von Seiten der Kirchengemeinde, die die Kirche als Austragungsort zur Verfügung gestellt hatte, war zu hören, dass 500 Konzertgäste das Limit sind. Es mögen aber wohl 600 gewesen sein, die sich in die große Kirche quetschten, wie sich Chorleiterin Katharina Kühn bei der Begrüßung äußerte.

 

Doch letztendlich entschädigte dann das Konzert alle. Kathy Kelly ist ein Spross der berühmten „Kelly Family“, die in den 80er und 90er Jahren als musizierende Großfamilie berühmt wurde. Die heute 49-Jährige feilte früher maßgeblich als Produzentin am Sound der „Kelly Family“ mit.

 

Jetzt versucht sie, als Solokünstlerin ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Ihre aktuelle Tournee vertieft die Hinwendung zur Gospelmusik.

Der Abend in Lunsen begann mit einem Auftritt des Etelser Chores. Im Mittelpunkt stand dann Kathy Kelly, die eine bunte Programm-Mischung zusammengestellt hatte.

Dazu gehörten unter anderem eine Ballade aus dem irischen Freiheitskampf, ein vertontes Gedicht, die neueste Single „Engelsmensch“, aber auch Tanz- und Mitsing-Stücke, bei denen wechselnde Lichter im Altarraum eine angenehme Atmosphäre erzeugten. Kathy Kelly machte sich die ausgezeichnete Akustik der Lunser Kirche zu Eigen und sang sogar ein Lied ohne Tonverstärker.

 

Die in Amerika geborene und in Spanien aufgewachsene Sängerin erklomm stimmliche Höhen mit großer Kraft. Auch ihr Stimmklang veränderte sich deutlich in den verschiedenen Tonlagen. In ihre Liedern legte sie enorm viel Gefühl, so dass des Öfteren eine Woge süßer Seligkeit den Kirchenraum erfüllte.

 

Eigene Lieder ihrer neuen CD begleitete die Künstlerin eindrucksvoll auf der Akustikgitarre, dem Akkordeon oder der Geige. Sie wurde von dem renommierten Pianisten und Keyboarder Andreas Recktenwald erstklassig begleitet.

 

Am Ende des Kelly-Auftrittes durfte der Etelser Cospelchor wieder mit einstimmen, und da waren dann auch einige Gospels zu hören.

 

Beim unvermeidlichen Dauerbrenner „Oh Happy Day“ johlte und pfiff das Publikum vor Begeisterung. Während der nicht weniger bekannten Zugabe „Amazing Grace“ stellte sich dann ein bisschen Besinnlichkeit ein. · ha

 

 

 

Verdener Aller Zeitung, 26.03.2012

 

Erstes Konzert des Gospelchors Etelsen mit neuer Leitung

Feuertaufe für Chorleiterin

Von David Rosengart

 

Langwedel. Seit dem Spätsommer letzten Jahres hat die junge Gesangsstudentin Katharina Kühn den Etelser Gospelchor übernommen. "Die vorherige Leiterin Lena Sonntag hatte mich gefragt, ob ich die Aufgabe nach ihrem Abschied leiten würde. Nach einer Probe zum gegenseitigen Beschnuppern war schnell klar: Wir haben uns gefunden", berichtete die neue Leiterin. Beim großen Gospelkonzert am Freitagabend trat der Etelser Chor zum ersten Mal mit seiner neuen Chefin vor großem Publikum auf - und stellte sie in der Gemeinde vor.

 

Mit dem im Kanon interpretierten kongolesischen Volkslied "Banaha" zog das Ensemble mit seiner neuen Führung in die Etelser Kirche "Zum guten Hirten" ein. Mit facettenreichem Stimmenrepertoire und dem Lebensfreude vermittelnden Lied animierten die Sänger bereits zu Beginn des Abends zum Mitklatschen.

"Wow! So viele Menschen, das hätte wohl niemand vorhergesehen", staunte die Bremer Studentin nicht schlecht über das bis auf den letzten Platz gefüllte Kirchenschiff. Kurz vor Beginn mussten zusätzliche Stühle besorgt werden, um allen Gästen einen Sitzplatz bieten zu können.

 

Seit Herbst vergangenen Jahres probte der Chor unter neuer Leitung eifrig und erweiterte sein ohnehin schon großes Repertoire. Schnell wurde klar: Katharina Kühn lebt für die Musik, hat Leidenschaft in ihrer Stimme und überträgt diese Sangesfreude auf Chor und Publikum. Bereits beim zweiten Titel "Amavolovolo", einem Zulu-Lied gegen Gewalt in den Großstädten Afrikas, klatschte das gesamte Publikum den Takt mit und die ersten Fußspitzen zuckten.

 

Mit klassischen Gospelliedern wie "It's me" oder "Nobody knows" besangen die Chorfreunde besinnliche religiöse Themen. Nach jedem Stück gab es lautstarken Applaus, und die neue Chorleiterin, die zu Beginn mit noch etwas zittriger Stimme Anekdoten aus den ersten Übungsstunden zum Besten gab, taute immer mehr auf.

Katharina Kühn hat auch in näherer Zukunft noch viel vor mit ihrem neuen Ensemble: "Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern, insbesondere nach männlichen. Am liebsten nehmen wir hübsche junge Männer - aber die anderen nehmen wir natürlich auch", scherzte sie.

 

Der Titel "Shosholoza" ist ursprünglich ein aus Südafrika stammendes rhythmisches Volkslied, das die versklavten Bergarbeiter sangen bevor sie in die gefährlichen Minen fuhren. Mittlerweile wird es auch bei Fußballspielen oder in Filmen von Fans oder Besuchern gesungen.

 

Mit viel Herzblut und Emotion führt die neue Chorleiterin ihre musikalischen Schützlinge, waren sich die Fans des Gospelchores einig. In kleinen Pausen zwischen den Titeln erzählte sie dem Publikum von ihrer Liebe zur Musik und resümierte ihren beruflichen Werdegang. "Bereits nach zwei Wochen hatten wir einen Auftritt im Fernsehen. Das war eine wirkliche Feuertaufe."

 

Bei einigen Songs wurde der Chor durch Piano und Gitarren, durch Bass oder Querflöte unterstützt. Gut eingesetzte Lichttechnik sorgte für eine heimelige Atmosphäre in der Kirche. Die Mischung aus afrikanischen und englischen Titeln kam sehr gut an beim Publikum. Immer wieder wurden die Zuhörer zum tatkräftigen Mitmachen animiert und wurden Teil der gesanglichen Interpretationen des Chores.

 

"Die macht richtig Stimmung und leitet den Chor mit viel Engagement", waren sich die Besucher bereits in der ersten Pause einig. Der Riesenbeifall des Publikums am Schluss des Konzertes belohnte die engagierten Sänger nach dem Auftritt des Gospelchores.

Verdener Aller Zeitung, 23.03.2012

 

Gesangsstudentin Katharina Kühn hat neue Aufgabe mit großer Begeisterung übernommen

 

Gospelchor Etelsen hat neue Leiterin

Von INKA SOMMERFELD

 

"Die Schonzeit ist vorbei, jetzt treten wir auf", verkündet Katharina Kühn: Am heutigen Freitag, 23. März, ist der Gospelchor Etelsen in der Etelser Kirche zu hören - mit dem Einführungskonzert der neuen Leiterin. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ist von 19.30 Uhr an. Der Eintritt ist frei, doch der Chor würde sich über eine Spende freuen.

 

Langwedel. Die Gesangsstudentin hatte den Chor im Herbst übernommen, und seitdem wurden eifrig neue Lieder geprobt. Auf dem Programm stehen unter anderem südafrikanische und kongolesische Folk-Songs wie "Amavolovolo", "Shosholoza" und "Banaha". Der Welthit von Michael Jackson und Lionel Richie "We are the World" steht im Kontrast zu "Amazing Grace". Fröhliche zeitgenössische Kompositionen des Südafrikaners Brenton Brown ("Lord, Reign in Me") und der Australierin Darlene Zschech ("Shout to the Lord") begleiten das unverkennbare "Halleluja" des Melancholikers Leonard Cohen.

 

"Der Gospelchor verfügt über ein unglaublich großes Repertoire an Liedern", staunte Katharina Kühn, als sie die Mitglieder kennenlernte und fügt hinzu: "Eine bunte Mischung ist für Publikum und Sänger gut." Das will die neue Leiterin beibehalten: "Ich will keine Schwerpunkte setzen, weil ich möglichst viele Facetten zeigen möchte." Dennoch gibt es weitere Stilrichtungen, die die Bremerin mitgebracht hat: afrikanische Gospels. "Das ist Musik, die durch den ganzen Körper geht", schwärmt sie. Und deutschen religiösen Pop: "Es gibt schöne Stücke, die in Vergessenheit geraten sind." Unter den 21 Liedern, die heute Abend zu hören sind, befinden sich acht, die die 23-Jährige mit ihrem Chor neu einstudiert hat.

 

Das Leben der gebürtigen Bückeburgerin ist wortwörtlich Musik: Mit sechs Jahren wurde sie nicht nur eingeschult, sondern sie erlernte auch das Klavierspielen. Einige Jahre lang übte das Mädchen fleißig und erwies sich als recht talentiert. Während ihrer Konfirmandenzeit in Stadthagen fiel Katharina Kühns klare und kräftige Stimme auf - also nahm sie Gesangsunterricht. Ihr erster Lehrer prägte sie: Er studierte Operngesang. Nach dem Abitur stand die junge Frau vor der Frage: Was nun? Studieren, ja, aber was? BWL, Jura, Medizin oder Lehramt - alles Ideen, die ihr durch den Kopf gingen. Im Hinterkopf jedoch verbarg sich ihr wahrer Wunsch: Ein Gesangsstudium. "Das möchte ich probieren", beschloss sie und meldete sich vor fünf Jahren zur Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Künste in Bremen an. Klar, dass sie die Prüfung bestand. Auch klar, dass sie einen hervorragenden Lehrer bekam: Kammersänger Mihai Zamfir.

 

Vor drei Jahren trat die Sopranistin mit der Auftragskomposition "Missa Katharina" von Jacob de Haan mit dem sinfonischen Blasorchester Ratsband Stadthagen auf dem Kirchentag in Bremen auf. Im gleichen Jahr hatte sie einen Auftritt als Solistin mit dem Kammerchor Bremen zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag. Es folgten Hochschulproduktionen, in denen die junge Künstlerin als Solistin unter anderem in "Im weißen Rößl", in Mozarts "La Betulia Liberata" und in Claudio Monteverdis "L'Orfeo" zu hören war. 2010 war sie Teilnehmerin des "Bundeswettbewerbs Gesang" in Duisburg. Vor einem Jahr feierte sie ihr Debut am Stadttheater Bremerhaven als Hexe in Purcell's "Dido und Aeneas". Seit Januar ist Kühn erneut in Bremerhaven als Jodlerin in der Operette "Im weißen Rößl" zu erleben. Die Engagements zeigen ihre Begabung: "Es ist nicht üblich, während des Studiums zu singen", sagt sie. Bereits vor ihrer Ausbildung sammelte sie viele Erfahrungen auf der Bühne, beispielsweise sang sie als Solistin in der Philharmonie in Shanghai.

 

"Ohne Chor geht es nicht"

Kurz vor Studienbeginn geriet Kühn in Gewissensnöte: "Zwölf sangesfreudige junge Menschen wollten in Stadthagen einen Kirchenchor gründen und fragten, ob ich den leiten würde", erzählt sie. Sie übernahm die Aufgabe, und der Chor wuchs auf 35 Mitglieder an. Außerdem gründete sie einen Kinderchor, der bald so groß wurde, dass daraus zwei entstanden. "Aus zeitlichen Gründen gab ich die Leitung im vorigen Jahr ab", sagt Kühn. Doch schon bald fehlte ihr etwas: "Ich merkte, dass es ohne Chor nicht geht." Also sah sie sich in Bremen um und leitet inzwischen zwei Chöre in der Hansestadt.

 

Und wie kam Katharina Kühn auf den Gospelchor in Etelsen? Das ging ganz schnell: Die vorherige Leiterin Lena Sonntag hatte sie gefragt, ob sie nicht die Aufgabe übernehmen wolle. Kühn kam mit zur Probe und lernte die rund 60 Sänger kennen und schätzen. Umgekehrt ebenso: Die Mitglieder staunten über die unerschöpfliche Power ihrer neuen "Chefin".

 

Die beendet in rund einem Jahr ihr Studium. Was dann? "Ich strebe eine Karriere als Opernsängerin an", sagt Kühn. Doch erst einmal sind Konzerte mit dem Gospelchor geplant, unter anderem im Oktober mit Kathy Kelly in der Lunser Kirche.

Verdener Aller Zeitung, 07.07.2011

 

Mitreißender musikalischer Abschied für Gospelchorleiterin Lena Sonntag

 

Konzertabend in der Kirche mit Schwung und "We are the world" zum Schluss / Pastor Beckmann: Wir sind dankbar, dass wir dich hatten

 

Etelsen * Der Gospelchor Etelsen verabschiedete sich von seiner Leiterin Lena Sonntag mit einem großen Konzertabend in der örtlichen Kirche. Pastor Martin Beckmann dankte Lena Sonntag, die auch als Organistin eingesprungen war, und wünschte ihr alles Gute auf ihrem Weg hin zu neuen Ufern. "Wir sind dankbar, das wir dich hatten" - damit drückte er aus, was alle Chormitglieder dachten.
Seit 1990 besteht der Etelser Gospelchor, den damals Beate Köhler leitete. Ihr folgten 2002 Susanne Shehata, 2004 Joachim Schüttke und seit 2008 Lena Sonntag.
Beim Abschiedskonzert erinnerte diese an viele Ereignisse in ihrer "Amtszeit": das Kirchentagssingen in Bremen, das Konzert mit Kathy Kelly, die Chorwochenenden mit diversen Proben und intensiven Feiern, die CD-Aufnahme, den Jubiläumsausflug und das Jubiläumskonzert zum 20. Chorgeburtstag in der Etelser Kirche.
Lena Sonntag vermittelte neue musikalische Erfahrungen: mit zeitgenössischen Gospels, Worshipsongs, einer "Ethno-Messe" und einer deutlichen Steigerung der stimmlichen Präsenz.
Die scheidende Chorleiterin hat ihr Studium der Kirchenmusik mit dem A-Schein beendet, der höchsten Qualifikationsstufe. Mit diesem hervorragenden Abschluss lockte natürlich schnell ein lukratives Angebot: Als Kirchenmusikerin in der Gemeinde Scharbeutz an der Ostsee fand Lena Sonntag eine unbefristete Anstellung.
Beim Abschlusskonzert eilte sie an ihr Piano, und ihr Chor zog mit "Come let uns sing" in die gut gefüllte Kirche "Zum guten Hirten" ein. Bunt ging das Programm weiter. Als Solisten glänzten Uwe Richter, Dorothea Lorenz-Schümann, Martina Böttcher sowie Petra Gätjen, Rike Timmermann und Kirsten Samulat. Nach der Pause wurde es musikalisch etwas ruhiger.
Die Zuhörer waren begeistert und ließen sich gern zum Mitmachen motivieren. Alle in der Kirche sangen und schunkelten bei "Come let uns sing". Lena Sonntag war ebenfalls ganz begeistert. Als sie nach zwei Stunden ihr Konzert beenden wollte, gab es nicht endenden Beifall. Eine Zugabe war Pflicht. Aus der einen wurden rasch drei. Ganz zum Schluss tobte das Publikum regelrecht vor Begeisterung, als Michael Jacksons Hit "We are the world" dargeboten wurde.
 Lena Sonntag stellte nach dem beeindruckenden Abschlusskonzert auch schon ihre Nachfolgerin Katharina Kühn vor, die Gesang an der Bremer Hochschule studiert. Jetzt sind die Zuhörer gespannt auf das erste Konzert unter neuer Leitung.
Fest abgemacht ist auch schon eine Konzertreise nach Scharbeutz, der neuen Wirkungsstätte Lena Sonntags. * hu

Konzert zum Mitswingen und drei Zugaben: Beim letzten Gospelchor-Auftritt mit Lena Sonntag tobte das Publikum am Ende regelrecht vor Begeisterung. * Foto: Arne Krallmann
Eine studierte Kirchenmusikerin mit A-Schein: Lena Sonntag wechselt auf eine feste Stelle in der Kirchengemeinde Scharbeutz an der Ostsee. * Foto: Arne Krallmann

 

Kreiszeitung, 15.04.2011

 

Gospelchor Etelsen bei den Langwedeler Kulturtagen

Tipp ans Publikum: „Sie können das ja noch ein bisschen üben“

 

Konzert statt Übungsstunde

Langwedel - Von Jens Wenck· „Sie sind wirklich schwer zu buchen, der Chor ist ja ständig unterwegs“, meinte Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt am Mittwochabend im knackig vollen Bürgersaal des Langwedeler Rathauses – und strahlte. „Wir haben unseren Übungsabend zum Konzert umfunktioniert“, erklärte Lena Sonntag, Leiterin des so heiß begehrten Gospelchores Etelsen. Und so kam das zu einem feinen Abend während der Langwedeler Kulturtage.

Aber bevor über den überaus erfreulichen Abend zu viel Lobgesang erklingt, sei ein kritischer Gedanke doch erlaubt. In berechtigter Erwartung eines großen Besucheransturms hatte man alle Stühle herbeigeschafft, die das Rathaus zu bieten hatte. Diese Bestuhlung nun ward im Bürgersaal mit seiner bekannt trefflichen Akustik aufgebaut. Der nicht gerade kleine Chor wurde in den benachbarten Sitzungsraum platziert. Dieser Raum hat zwar eine Schiebewand, die sich zum Bürgersaal hin öffnen lässt – ist aber im Vergleich zum Bürgersaal, auch von der Klangfülle her, eher eine Büchse.

Genug gemeckert. Schließlich war es ein wirklich treffliches, gut einstündiges Konzert. Dabei stellte der Chor in Teilen seine neue CD „Nobody knows“ vor. Nach einer guten halben Stunde übertrug sich die hör-, seh- und spürbare Begeisterung des Chores für seine Musik verstärkt aufs Publikum. Der Applaus hielt immer länger an, das Stillsitzen fiel zunehmend schwerer.

„Immer nur zuhören ist doch langweilig“, befand Chorleiterin Sonntag nach einem grandiosen Leuchtfeuer der Liebe („Beacon of love“). „Come let us sing“ sollte folgen und das werte Publikum auch mitsingen. „Ist ganz einfach.“ Am besten im Stehen - und dann vielleicht in Bewegung.

„Wer nicht so lange stehen kann, der darf sich auch gern wieder hinsetzen“, meinte Lena Sonntag noch. Das hätte sie besser nicht gesagt. Schwupps, saß das Langwedeler Publikum, bis auf ganz wenige aufrechte Ausnahmen.

Sonntag dazu: „Sie können das ja noch ein bisschen üben, bis zu unserem nächsten Konzert. Ach, das ist ja in Göttingen...“ Und zwar am 29. Mai in der St. Marienkirche.

Das ist für hiesige Freunde des Chores vielleicht ein bisschen weit. Sicher ist aber, dass der Gospelchor Etelsen am Mittwochabend in Langwedel sicher neue Anhänger gewonnen hat. „Open the eyes of my heart“, öffne die Augen meines Herzens, heißt ein Gospel.

Hat geklappt, dank eines gut aufgelegten Chores aus Etelsen.

 

 

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Und hier gibt es die von unserer alten Homepage kopierten Presse-Berichte (wir wollen ja nicht dass was verloren geht...):

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Kreiszeitung, 16.11.2010

 

 

Rund 600 begeisterte Konzertbesucher

 

Etelsen - (kno) · Immer, wenn der Etelser Gospelchor in die Etelser Kirche „Zum Guten Hirten“ zu einem Konzert einlädt, strömen die Musik begeisterten Bürger aus der Region in wahren Heerscharen herbei. So war es auch am vergangenen Samstagabend: An einen Parkplatz in der Nähe war bereits früh gar nicht mehr zu denken, und der eine oder andere hörte sich das Konzert im Stehen an. Kurzum, die Kirche platzte mit rund 600 Gästen aus allen Nähten.

Es gab ja auch etwas ganz besonderes zu genießen: Über 50 Sängerinnen und 13 Sänger, ganz in schwarz und rot gekleidet, brannten mit viel musikalischem Temperament ein wahres Feuerwerk an klassischen Gospelsongs und neuen Arrangements ab, so dass es die meisten Gäste förmlich von den Kirchenbänken riss.

Nach dem eindrucksvollen, schon traditionellen Einmarsch des Gospelchors mit Gesang hieß Pastor Martin Beckmann alle Musiker und Gäste erst einmal herzlich willkommen. In seiner Begrüßungsrede gratulierte er dem Gospelchor zu seinem 20-jährigen Bestehen und wünschte ihm für sein 100. Jubiläumskonzert alles Gute.

Auch der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Jürgen Neumann, und Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher würdigten die langjährige hervorragende Arbeit des Gospelchores und wünschten ihm auch für die Zukunft alles Gute. Alle drei gingen dabei näher auf das Wesen der Gospelmusik ein, insbesondere auf die unbändige Kraft, die dieser Musik innewohnt und die sie so unvergleichlich macht.

Nach dem offiziellen Teil war dann die Musik selber an der Reihe. Unter der Chorleitung von Lena Sonntag (Piano) und begleitet von Martina Böttcher ( Cajon und Bongo ), Norbert Carle (Gitarre und Bass), Riccardo Costa (Gitarre und Cajon), Theo Gätjen (Bass), Querflöte (Marieke Gottschalk), Horst Skornicka (Posaune und Djembe) sowie als Gastmusiker Klaus Grossert (Harp und Bongo) legte der Gospelchor gleich richtig los: Durch Klassiker wie „Oh when the saints“ und „Amazing Grace“ mit glänzender Performance von Niko Schmidt und Horst Skornicka sowie Dorothea Lorenz - Schünemann als Solisten war sofort musikalisches Feuer zu spüren, der spirituelle Funke sprang über und begeisterter Applaus belohnte alle Musiker zu Recht.

 

In einer kleinen Pause konnten sich alle Gäste mit kühlen Getränken und leckeren belegten Broten verwöhnen lassen. Zusätzlich konnte man sich in einer attraktiven Fotostrecke über das musikalische Wirken und die Arbeit des Etelser Gospelchores in den vergangenen 20 Jahren informieren.

Im zweiten Teil des Konzertes präsentierte der Gospelchor eine Mischung aus afroamerikanischen Spirituals, indianischen Songs und südafrikanischen Gospels, die teilweise ganz neu einstudiert waren und mit ihrer musikalischen Bandbreite ein großes Spektrum der vielfältigen Gospelmusik abdeckten. Das Besondere dabei war, dass alle Stücke unter dem Thema „Ethnomass for peace“ standen und teilweise sogar in indianischen Sprachen gesungen wurden. Die Fans waren jedenfalls mehr als begeistert. Nach dem letzten Song „Oh happy day“ stand die Kirche fast Kopf und minutenlanger stehender Beifall war den Künstlern gewiss.

 

 

 

 

Kreiszeitung, 28.10.2010

 

 

Gospelchor Etelsen feiert 20-jähriges Bestehen

Besonders junge Stimmen willkommen

Jubiläumskonzert in der Kirche
Sogar schon mit Kathy Kelly gesungen

Etelsen - Von der frohen Botschaft des Evangeliums inspirierte Gospelmusik in afroamerikanischen Gemeinden hat längst auch in anderen Teilen der Welt Anhänger gefunden. Jazz- und Blueseinflüsse sind wesentlich, christlicher Pop erweitert mittlerweile die Bandbreite. In der hiesigen Region und darüber hinaus hat sich der Gospelchor Etelsen bei vielen Musikfreunden einen Namen gemacht. Nun feiert das Ensemble ein kleines Jubiläum.

 

Die Geburtsstunde des Gospelchores Etelsen liegt im November 1990. In der Etelser Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ war ein Gitarrenkreis nicht mehr gewillt, Gospel nur zu spielen, nein, man wollte auch singen. Die Pastorengattin Beate Köhler übernahm die Chorleitung und übte zunächst einige bekannte „Traditionals“ ein. Schnell wuchs die Teilnehmerzahl von 28 auf 50 und auch das Repertoire erweiterte sich ständig.

In den ersten Jahren begleitete der Gospelchor immer häufiger die Gottesdienste in der heimischen Kirche. Seit 1993 finden in unregelmäßigen Abständen öffentliche Konzerte statt.

Als das Ehepaar Köhler aus beruflichen Gründen Etelsen verließ, übernahm 2002 Riccardo Costa, der den Klangkörper seit Jahren als Gitarrist begleitet, die Chorleitung und Susanne Shehata die musikalische Fachbegleitung. Von 2004 bis zu seiner Auswanderung nach Norwegen 2007 hatte der Kirchenmusiker Joachim Schüttke den Taktstock in der Hand. Seitdem führt die aus Syke stammende Kirchenmusikerin Lena Sonntag den Gospelchor.

Über die Jahre und nicht zuletzt infolge der Leitungswechsel änderten sich in gewissem Umfang die musikalischen Schwerpunkte und Anforderungen. Neben rund 170 Traditionals, Spirituals und modernen Kirchenliedern füllt heute auch eine Ethno-Messe mit indianischen und afrikanischen Texten die Liedermappen der Chormitglieder.

Rund 60 Sängerinnen und Sänger üben derzeit regelmäßig mittwochs zwischen 18.30 und 20 Uhr im Gemeindehaus neben der Etelser Kirche. Jeweils im Frühjahr wird dort ein ganzes Probenwochenende eingelegt und im Herbst geht es gemeinsam ein Wochenende lang in ein Seminarhaus oder eine Begegnungsstätte, zum Beispiel in Bad Bederkesa, Jever oder am Dümmer. Dann beschäftigt sich die Gruppe besonders intensiv mit neuen Liedern und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Diese Form der Musik ist nicht nur etwas für jung Gebliebene, sondern besonders auch für junge Menschen, was die jugendliche Chorleiterin beweist. In allen Stimmlagen würden sich die Sängerinnen und Sänger über Unterstützung durch junge Stimmen freuen. Außerdem kann das Ensemble noch einen erfahrenen Bassisten oder eine versierte Bassistin gut gebrauchen.

Ob Hospizhilfe, Aidswaisen in Äthiopien, Umbau des Kasch in Achim, Erhalt der Pfarrstelle oder auch spontane Hilfe für ein schwerstbehindertes Kind – gern stellt sich der Chor in den Dienst der „guten Sache“. So manches Benefizkonzert hat er bereits veranstaltet.

Der geographische Schwerpunkt der Darbietungen liegt zwar im Großraum Bremen, aber auch Einladungen nach Peine, Dresden, Weißwasser und Tübingen folgten die Etelser in der Vergangenheit schon. So konnte der Chor sich bislang in rund 200 öffentlichen Auftritten präsentieren.

Gerne denken die Mitglieder und Fans dabei auch an gemeinsame Veranstaltungen mit regional und überregional bekannten Chören und ganz besonders mit Kathy Kelly zurück. Auch wenn die Konzerte überwiegend in Kirchen abgehalten werden, dienten auch die Freilichtbühne in Daverden oder die „Bremen-Halle“ im Bremer Flughafen schon als Veranstaltungsort.

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens wird der Gospelchor Etelsen am Samstag, 13. November, ab 19.30 Uhr in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Etelsen ein Jubiläumskonzert geben. Dabei wird voraussichtlich auch die neueste CD des Chores mit dem Titel „Nobody Knows“ angeboten werden können.

 

 

 

Weser Kurier, 18.01.2010

 


Kelly verzaubert ihre Fans

Bewegendes Konzert für Publikum und Sänger

in Lunser Kirche

von Alexander Klay

 

Lunsen. Einige stehen auf den Bänken und bewegen sich im Takt der Musik, andere haben sogar mit der ein oder anderen Träne zu kämpfen. Kathy Kelly hat am späten Sonnabend eine ordentliche Portion Gänsehautfeeling in der Lunser Kirche verbreitet. Bei ihrem Gastspiel im Gotteshaus zog die ehemalige Frontfrau der Kelly-Family hunderte Zuschauer in ihren Bann.

Beinahe hätte das Winterwetter denn Konzertorganisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht - die Wiese in Lunsen, die üblicherweise als Parkplatz dient, war nicht befahrbar. In Windeseile hatte der Etelser Gospelchor einen Bus organisiert, der die Gäste vom Erbhof zur St. Cosmas und Damian-Kirche brachte. Dabei stellten auch die Lunser Feuerwehrleute erneut ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis: Sie kümmerten sich um einen reibungslosen Ablauf.

Das hat auch funktioniert: Pünktlich um 20 Uhr saßen alle Gäste in der Kirche. Bis auf den letzten Platz waren die Reihen gefüllt. Auch auf den Emporen blieb kein Stuhl mehr frei.

Energiegeladen und schwungvoll gestaltete der Etelser Gospelchor den Auftakt. Chorleiterin Lena Sonntag verstand es, den Impuls ihrer Sänger an das Publikum weiterzugeben - nach einigen Takten klatschten hunderte Gäste im Rhythmus mit.

Im Gegensatz zum Gospelchor, der schon fast ein Stammgast in der Lunser Kirche ist, hat es Kathy Kelly zum ersten Mal in die Provinz gezogen. "Mit meiner Kirchentournee will ich in die weite Welt gehen - so wie hier in Lunsen", sagte sie nicht ganz ohne ironischen Unterton. In ein tief dunkles blaues Licht war die Kirche getaucht, als Kelly zum Akkordeon griff und irische Weisen anstimmte. Danach ein Farb- und Instrumenten- und Stilwechsel: Mit kräftigen spanischen Rhythmen stellte die Powerfrau unter Beweis, dass sie Meisterin vieler Klassen ist.

Andächtige Stimmung verbreitete Kathy Kelly mit "Let me win" in der Kirche und ging in die Pause. Anschließend kehrte sie mit dem temperamentvollen Song "Father's Nose" zurück ins Rampenlicht.

 

Bevor es für die Gäste per Bus zurück zum Thedinghauser Erbhof ging, traten Chor und Sängerin gemeinsam in Aktion. Stimmgewaltig sangen sie bekannte Gospel-Klassiker wie "Oh happy day", "Go tell it on the mountain" und "Glory, Glory, Hallelujah!". Mit viel Beifall feierten die Zuhörer nach gut zweieinhalb Stunden den gelungenen Schlussakt. Und nach der gelungenen Begleitung durch die Etelser Gospelsänger konnte auch Kathy Kelly der Chorleiterin Lena Sonntag nur noch ein herzliches "wundervoll" attestieren.

 

 

 

Achimer Kreisbatt, 18.01.2010

 


Stimmung wie in einem irischen Pub

Kathy Kelly und Gospelchor Etelsen rissen die Zuhörer

in der Lunser Kirche von den Sitzen

- Folk, Gospel und mehr -

 

LUNSEN (ey) ' Am Freitagabend wurde noch in der Sendung "Die ultimative Chartshow" auf "Over the hump" von der Kelly Family als das meistverkaufte deutsche Album hingewiesen, das diesen Rekord (rund 3,5 Mio verkaufte Exemplare) wohl für ewig behalten wird. Produzentin dieses Albums ist Kathy Kelly, die dann am Sonnabend im Rahmen ihrer "Godspell European Tour" in der Lunser Kirche zu einem "Gemeinschaftskonzert" mit dem Etelser Gospelchor gastierte.

Seit Herbst 2008 ist sie mit ihrem Programm "Godspell - Folk und Gospel" unterwegs und gestaltet ihre Konzerte jeweils mit einem regionalen Chor.
In Lunsen begann der Etelser Gospelchor unter der Leitung von Lena Kristin Sonntag und präsentierte seine Songs in gewohnt guter Stimmqualität. Die gut aufgelegte Band begleitete den Chor und so wurden die Besucher auf den weiteren Abend eingestimmt.


Dann betrat mit Kathy Kelly ein umjubelter Star den Altarraum und zog einen Querschnitt durch ihr Repertoire. Mit Folk-Songs aus Spanien, Irland, Schottland und mit eigenen Kompositionen begeisterte sie schnell die etwa 500 Besucher des Konzertes.
Im bekannten "You raise me up" konnte sie ihre stimmlichen Möglichkeiten und die emotionale Tiefe besonders gut darstellen. Begleitet wurde sie einfühlsam von Andy Recktenwald am E-Piano. Bei einigen Liedern griff sie selbst zum Akkordeon oder der Gitarre.

Nach der Pause eröffnete der Etelser Gospelchor den zweiten Teil des Konzertes mit verschiedenen Gospels. Hierbei beeindruckte vor allem Klaus Grossert an der Blues-Harp. Danach betrat wieder Kathy Kelly die Bühne und neben weiteren irischen und schottischen Titeln spielte sie auch "Father's nose" von der Kelly Family.
Zeitweilig kam eine Stimmung wie in einem irischen Pub auf und man vergaß, dass das Konzert in einer Kirche stattfand. Die geschmackvolle und unaufdringliche Lichtinstallation unterstützte diese Wirkung. Mit ihrer Version von "Eres Tu" übertraf Kathy Kelly das spanische Original von Mocedades bei Weitem.

Obwohl die Akustik der Lunser Kirche es zugelassen hätte, vertraute die Sängerin dann doch lieber der Technik, als dass sie die Kirche mit ihrem Stimmvolumen alleine gefüllt hätte. Leider blieben auch einige Ansagen und einigen Texte etwas schwer verständlich, was aber der großen Begeisterung keinen Abbruch tat.
Gegen Ende des Abends kamen dann doch die besonders angekündigten Gospels. Die folkloristischen Interpretationen von "Go, tell it on the mountain" und "Glory, glory Halleluja" rissen die Zuhörer förmlich von den Kirchenbänken.

Zum Abschluss wurden einige Lieder gemeinsam mit dem Gospelchor gesungen. Besonders beeindruckten "Go down Moses", "Amazing grace" und "Oh happy day", bei denen das Publikum lautstark mitsang. Das ebenfalls gemeinsam gesungene "Möge die Straße" brachte das Konzert zu einem runden Abschluss.
Nach einer Zugabe von Kathy Kelly gingen die Besucher innerlich erwärmt in den kalten Abend. Da in Lunsen nicht ausreichend Parkraum vorhanden war, konnte dank der Lunser Feuerwehr wieder ein Shuttle-Verkehr zum Erbhof angeboten werden und so gelaunten die Besucher sicher zu ihren Autos.

 

 

 

Achimer.net, 17.01.2010

 


Kathy Kelly entdeckt die deutschen Tiefen

von Sandra Dinklage

Lunsen. Kathy Kelly in der Lunser St. Cosmas und Damian-Kirche – klar das bei einem solchen Konzert kein Platz mehr frei bleibt. Doch nach der Begrüßung von Pastor Hanns-Michael Stark hatte erstmal der Etelser Gospelchore unter der Leitung von Lena Sonntag seinen großen Auftritt.

 

Nach vier Songs trat Kathy Kelly, begleitet von ihrem Pianist und Keyboarder Andreas Recktenwald, auf die Bühne. Eine Mischung aus stimmungsvollen und sehr einfühlsamen irischen, spanischen und deutschen Liedern begleitete sie selbst mit dem Akkordeon und der Gitarre. Der Funke sprang schnell ins Publikum über. Bekannte Titel wie „You raise me up“ und die Special-Olympics-Hymne „Let me win“ kamen bei den Konzertbesuchern gut an. Außerdem begeisterten spanische Volkslieder oder auch mehrsprachige Lieder.

Im Gespräch mit dem Publikum sorgte sie für Gelächter, als sie erwähnte, dass sie auf ihrer Tournee die deutschen Tiefen entdeckt. Sowie auch die Metropole Lunsen. Sie gab mit kurzen Geschichten Einblicke in ihr Privatleben, die Zeit als Straßenmusikerin mit der Kelly Family und sang aus dem erfolgreichsten Album der 90er Jahre in Deutschland (Over the Hump) das Lied „Father’s nose“.

"Zum Abschluss sangen Kathy Kelly und der Chor zusammen bekannte Titel wie „Oh happy Day“, „Let my people go“ und „Amazing Grace“. Sie lobte den Chor, und hob besonders die begleitende Mundharmonika, gespielt vom Blues-Harp Musiker Klaus Grossert, als etwas Besonderes hervor. Ein Abend mit 2,5 Stunden stimmungsvoller Musik toller Atmosphäre. Das Publikum dankte allen Akteuren mit herzlichem Applaus.

Erste Bilder vom Konzert sind auf Achimer.net abrufbar.

 

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung, 9.12.2009

 


Mit Balladen und feurigen Songs
"Godspel": Kathy Kelly und Gospelchor Etelsen treten

am 16. Januar in Lunsen gemeinsam auf

 

LUNSEN • Die Grande Dame of Gospel an Folk, Kathy Kelly, feiert ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Im Rahmen ihrer Jubiläumskonzertreise "Godspel - European Tour" wird die langjährige Frontfrau und Produzentin der Kelly Family am Sonnabend, 16. Januar, um 20 Uhr, im stilvollen Ambiente der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche in Lunsen, Achimer Landstr. 3, gastieren.

Das Konzert bestreitet Kathy Kelly gemeinsam mit dem Gospelchor Etelsen, Leitung Lena Sonntag. Neben eindrucksvoll vorgetragenen Solostücken dürfen sich die Besucher auch auf gemeinsam intonierte Lieder der stimmgewaltigen Mezzosopranistin und des mitwirkenden Chors freuen.
Das neue Live-Programm der Vollblutmusikerin Kathy Kelly beinhaltet neben zahlreichen Evergreens viele gefühlvoll gesungene Balladen und feurige Songs ihrer Hit-Alben und -Singles sowie bekannte und neu arrangierte Gospels, Spirituals und Traditionals aus Deutschland, Spanien und Irland. Auf ihrer Europatournee, bei der die Künstlerin auch einige Lieder auf der Akustikgitarre und dem Akkordeon eindrucksvoll interpretiert, wird sie von dem renommierten Pianisten und Keyboarder Andreas Recktenwald instrumental begleitet.

 

Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem im Media-Markt, Weserpark, Hans-Bredow-Str. 19, Bremen, in der Buchhandlung Hoffmann, Obernstraße 44, in Achim, Telefonnummer 04202/523392, bei Schreibwaren Lange, Braunschweiger Str. 55/57, Thedinghausen, Telefon 04204/294, bei Lotto-Toto Osmers, Etelser Bahnhofstr. 32, Langwedel-Etelsen, Telefon 04235/8257, im Gemeindebüro Lunsen, Achimer Landstr. 3, Thedinghausen-Lunsen, Telefon 04204/307, Öffnungszeiten dienstags, von 15 bis 18 Uhr, donnerstags, von 8.30 bis 11 Uhr, und freitags, von 9 bis 12 Uhr. Die Tickets kosten 20 Euro, an der Abendkasse sind sie für 25 Euro erhältlich.

 

 

 

WeserReport, 27.12.2009

 


Star fragte bei Etelser Chor an
Örtliche Gospelformation bestreitet Konzert mit Irin

Kathy Kelly in der Lunsener Kirche

von Henrik Bruns

 

Etelsen/Lunsen · "Mit solch einer Künstlerin arbeitet man nicht alle Tage zusammen", betont Lena Sonntag, Leiterin des Gospelchors Etelsen, das Besondere an dem musikalischen Ereignis. Dabei ist die Vorgeschichte zum Ausnahme-Event für den Gospelchor eigentlich ziemlich unspektakulär. "Eine Agentur hat einfach bei uns angefragt, ich vermute, wegen unserer relativ guten Internetpräsenz", meint Lena Sonntag.

 

Kathy Kelly blickt auf eine 30-jährige Karriere im Musikgeschäft zurück. Nebenbei Primaballerina, und klassisch ausgebildete Opernsängerin, war sie als Produzentin und musikalischer Kopf der Kelly Family maßgeblich an deren Erfolgen beteiligt - dazu zählen 20 Millionen verkaufte Tonträger, darunter das in Deutschland meist verkaufte Album "Over the Hump". In den vergangenen Jahren hat sich Kathy Kelly auch als Solo-Künstlerin einen Namen gemacht. Dabei nehmen Gospel- und Folk-Musik viel Raum in ihrem Repertoire ein. Aktuell ist die in Irland lebende Mutter eines 16-jährigen Sohnes im Rahmen der "Godspel-European-Tour" auf internationalen Bühnen zu hören - dazu zählt auch der Auftritt in der Lunsener Kirche.

"Das Konzert wird aus verschiedenen Abschnitten bestehen. Wir als Chor singen einige Lieder aus unserem Repertoire und Kathy Kelly bestreitet auch einen Teil des Konzertes allein mit ihrem Pianisten", sagt Lena Sonntag. Sideman der Irin ist Keyboarder Andreas Recktenwald, der unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Sarah Connor, Sasha, "Superstar" Alexander Klaws und natürlich auch der Kelly Family bekannt geworden ist. "Gegen Ende des Konzertes singen wir dann einige Lieder gemeinsam", freut sich Lena Sonntag. Teils kamen Liedvorschläge dazu von Kathy Kelly, teils aus dem Repertoire des Etelser Gospelchors. Direkt am Konzerttag findet noch eine Generalprobe statt. Bis dahin will Lena Sonntag ihr motiviertes Ensemble fit gemacht haben.
Das "festliche Gemeinschaftskonzert" Kathy Kellys mit dem Gospelchor Etelsen findet am Samstag, 16 Januar, ab 20 Uhr in der St.-Cosmas- und Damian-Kirche zu Lunsen statt. Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem im Gemeindebüro Lunsen, bei Lange in Thedinghausen, in der Achimer Buchhandlung Hoffmann, bei Lotto-Toto Osmers in Etelsen sowie weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.

 

 

 

 

     Lokale Presse, 25.11.2009

 


Ein Abend voller Dynamik
Gospelchor Etelsen gab Konzert in Farven

von Armin Lückner

Farven. Die selbstständige ev.-luth. Pella-Gemeinde in Farven ist bekannt für ihre Aktivitäten. Chöre, Sing- und Posaunenchor sowie Flötenkreisarbeit mit Kindern sind Bestandteil des Gemeindelebens. Frauenkreis, Kinder- und Bibelstunden sind weitere Angebote. Ein ganz besonderes Highlight war kürzlich das Konzert des Gospelchores aus Etelsen.


Der seit 20 Jahren bestehende Chor war mit rund 50 Sängerinnen und Sängern in die kleine Gemeinde gereist, um die Kirche in Farven mit ungewohnten Klängen zu erfüllen. Unter der Leitung von Lena Sonntag, seit zwei Jahren Chorchefin und studierte Kirchenmusikerin, präsentierte das Ensemble einen Teil des großen Repertoires.

Schon bei den ersten Liedern wurde klar, dass sich der Weg in die Kirche für die Zuhörer gelohnt hat. Der Funke sprang schnell über und die Gäste zeigten sich mehr und mehr begeistert. Die Songs wurden von rhythmischem Klatschen begleitet.
Das Programm bot einen bunten Mix aus Gospel- und Spiritualgesang, aus besinnlich und himmelhoch jauchzend. Hervorragende Solisten warteten die Darbietungen zusätzlich auf.
Norbert Carle, Riccardo Costa und Florenz Buhrke begleiteten die Songs mit der Gitarre, traten aber auch als Solosänger in Aktion. In dem knapp zweistündigen Programm brachte der Chor 20 Lieder zum Vortrag, jedes für sich speziell arrangiert.

Die Klassiker "Oh happy day" oder "When the saints" lösten zusätzlichen Beifall aus. Das Ensemble spühte vor Dynamik und Rhythmus. Die Freude an Gesang und Spiel war jedem einzelnen Mitglied des Chores anzumerken. Das spürte natürlich auch das Publikum und ließ sich sogleich anstecken. Die junge Chorleiterin Lena Sonntag lockerte den Abend mit kleinen Anekdoten und humorigen Ansagen zusätzlich auf.
Wer den Auftritt verpasst hat und neugierig geworden ist, kann sich die Musik des Chores ganz einfach "ins Haus" holen. Auf der Homepage www.gospelchor-etelsen.de werden Hörproben angeboten. Mehrere CDs sind produziert und können übers Internet bestellt werden.

 

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung, 3.11.2009

 


"Das Konzert ist supertoll"
Gospel ging tief unter die Haut

ETELSEN (job) Man konnte den diesjährigen Reformationstag ja auf vielerlei Art und Weise ausklingen lassen, gemütlich, ganz der kühl-nebligen Jahreszeit entsprechend, den Gedanken nachhängend, evtl. mit einer aufgeschlagenen Bibel auf dem Schoß. Oder aber man ließ sich von Gospelgesang mitreißen, zum Mitsingen und anhaltend Beifall klatschen animieren, wie viele Einwohner des Flecken Langwedels es taten.


Sie waren in die Etelser Kirche zum Guten Hirten gekommen, wo der Gospelchor Etelsen im Zuge seiner beliebten Jahreskonzerte die Musik, das Leben und die Nächstenliebe von Herzen zelebrierte.
Und eine Feier dieser beliebten Musikrichtung war es auch dieses Mal wieder: Eigens dem Schicksal der neunjährigen Leah-Maleen Wendelborn gedenkend, hatte man die Veranstaltung kurzerhand zur Benefizveranstaltung für die schwerstbehinderte Daverdenerin umgestaltet und auf viele großzügige Spendenbeiträge gehofft. Nicht umsonst: Stolze 1550 Euro konnte der Chor ersingen und den Erfolg seines Auftrittes damit vollends genießen.
Aber erste einmal von vorn. Nachdem man begonnen hatte, das Publikum mit „Baga Gine“ auf die kommende Odyssee durch Rhythmik und Klangvielfalt der Gospelmusik auf Sulu einzustimmen, begann das Publikum bereits bei „Wade in the Water“ herzlich mitzuschnippen.

Spätestens bei der Stevie-Wonder-Interpretation „Free“ war dann klar, dass man sich auch im zweiten Teil des Konzertes auf besonderen musikalischen Genuss freuen durfte und auch die Taschentücher nicht umsonst eingepackt worden waren. „Oh, when the Saints“, gesanglich durch das Duo Petra Gätjen und Horst Skornika erheblich aufgewertet, animierte schon die prallgefüllte Kirche, begeistert mitzuklatschen sowie auch das oft gesungene „Kuwate“ ganz vielen Anwesenden tief unter die Haut ging.
Der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Musiker Harald Klocke, mit zwei Solostücken auf seinem Sopransaxophon obendrein zum Erfolg des Abends beitragend, legte dann ebenso wie der engagierte Gospelchor seine ganze Musikleidenschaft in seinen Gastauftritt. Besonders das zweite Lied, der Titelsong zum Kinohit „Titanic“, evozierte standing ovations.
Nach weiteren Songs des Chors hörte das Publikum dann schließlich das musikalische Bekenntnis der fast fünfzigköpfigen Musiktruppe zur Nächstenliebe, zu Jesus und zu Leah-Maleen Wendelborn: Nur dem jungen Mädchen gewidmet, legte der Chor sein ganzes Können in den Song „We believe“ und sang sich spätestens hiermit vollends in die Herzen der Zuhörer.

Nicht nur deswegen gab sich das Publikum, das besonders durch den frohen Song „Oh happy day“ von den Kirchenbänken gerissen worden war, erst nach drei weiteren Zugaben zufrieden, bevor es den Chor unter tosendem Beifall entließ.
Torben Wendelborn, der Vater Leah-Maleens, bedauerte sehr, dass seine Frau Rebekka nicht dabei sein konnte, Leah-Maleen betreute. Wie auch die kleine Marie, Leah-Maleens Schwester, war der Vater vom musikalischen Engagement der Etelser schwer beeindruckt: „Das Konzert ist supertoll, wir danken vielmals für diese großartige Unterstützung!“, strahlten beide bereits in der Pause um die Wette.

Ortsansässige Betriebe hatten für die Verköstigung des Abends gesorgt und somit ihren Beitrag zum Lebenswunsch (ein behindertengerechtes Auto) der jungen Daverdener Familie geleistet, sowie auch die Schulklasse von Leah-Maleen mit kleinen Bastelarbeiten dazu beigetragen hatte, den Spendentopf ganz dick anschwellen zu lassen.
„Benefizkonzerte machen wir eben wirklich am liebsten!“ gab eine glückliche Lena Kristin Sonntag, die junge Leiterin des Etelser Erfolgschors, schließlich gerne zu.

 

 

Verdener-Aller-Zeitung, 25.08.2009

 


Fast 500 musikbegeisterte Zuhörer strömten

in die schöne Waldbühne
Etelser Gospelchor begeisterte Publikum mit Open-Air-Konzert

DAVERDEN (hu) • Die Freilichtbühne im Daverdener Holz ist nicht nur für die Theateraufführungen ein idealer Ort, sondern auch für Konzertabende. So strömten am Sonnabend fast 500 musikbegeisterte Zuhörer in die schöne Waldbühne, um das Konzert des Gospelchors Etelsen live zu erleben.

 

Es war schon ein schönes Anfangsbild, als die Chormitglieder die Stufen durch die Publikumsreihen auf die Bühne herunter kamen. Und dann ging es auch gleich los - mit "Freedom is coming". Als Solisten bei den einzelnen Stücken glänzten Petra Gätjen, Martina Böttcher, Dorothea Lorenz-Schümann, Horst Skornicka, Florenz Buhrke, Uwe Richter und Rike Timmermann. Sprecher bei dem spirituellen indianischen Lied "Kuwate/The infinite sun" war Cornelis van Straten.

Die Zuhörer sparten nicht mit Beifall, denn Chorleiterin Lena Kristin Sonntag hatte das Ensemble hervorragend vorbereitet und dieses Konzert im Freien geriet für die Akteure wie für das Publikum zu einem besonderen Erlebnis.

 

Der stimmgewaltige Chor wurde begleitet von Martina Böttcher am Cajon, Florenz Buhrke am Bass, Norbert Carle und Riccardo Costa an der Gitarre, Marieke Gottschalk an der Querflöte, Horst Skornicka an der Posaune und Lena Sonntag am Piano. Als Gastmusiker wirkte der grandiose Klaus Grossert an der Harp mit. Für die hervorragende Tonqualiltät sorgte Dieter Pendzick am Mischpult.

"Wade in the water" hieß es im ersten Teil des Konzerts - und kurz danach setzte Nieselregen ein. Da kam die Pause gerade recht. Danach blieb es dann trocken und bis zum Schluss stimmungsvoll.

 

 

 

Weser Kurier / Verdener Nachrichten 20.04.2009

 


Konzertabend für die Tagespflegestation

St. Johannischor und Gospelchor Etelsen begeistern das Publikum Mitreißend fröhliche Stimmung
Von Susanne Ehrlich

 

Verden. Mit einem Mix aus kunstvollem A-capella-Gesang, fetzigem Piano-Sound, souligen Balladen, mitreißenden Spirituals und großartigen Soli begeisterten der St. Johannischor und der Gospelchor Etelsen am Sonnabend das Publikum in der vollbesetzen St. Johanniskirche - und unterstützten mit dem bunten und stimmungsvollen Benefiz-Konzert den Aufbau einer Tagespflegestation im St. Johannisheim.

Und obwohl Gedanken an das Altern, an Einsamkeit, Hilfsbedürftigkeit und Abschied sich durch das gesamte Programm zogen, war die Stimmung hell, festlich und mitreißend fröhlich.

 

Symbolisch wurde der Bogen von einem strahlenden Morgen mit dem Lied "Morgenlicht leuchtet" bis zum behüteten Abend mit dem von Chören und Gemeinde gemeinsam gesungenen geistlichen Abendlied "Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen" geschlagen. Dazwischen gab es eine reiche Fülle lebendiger, lebensbejahender, aber auch nachdenklicher neuer geistlicher Musik verschiedener Stilrichtungen.

Den Auftakt bildete die "Heimmannschaft" von St. Johannis, unter Leitung von Ludolf Ulrich. Mit dem leuchtenden Orange der Schals und Krawatten symbolisieren die Sänger auch optisch das Licht, das aus ihren Liedern leuchtet. In dem Festchor "Freut euch alle" aus der Kantate 207 a von Johann Sebastian Bach wurde der Jubel des Chores vom hell aufstrahlenden klingenden Trompetenduo Anja und Claudia Lilischkies stimmungsvoll unterstrichen.

Besinnlich wurde es mit dem traditionellen Rosenkranzgebet "Mater Dei", und in dem neuen Kirchenlied "Wenn das Brot, das wir teilen" wurde der Gesang des Chores von einem mit Wärme und Innigkeit musizierenden vierköpfigen Sopran-Seitenchor überstrahlt, der die erhellende Kraft der Nächstenliebe eindrucksvoll symbolisierte.

Wenn der Johannischor den hinreißend schönen Renaissancesatz "Come again" von Dowland singt, dann ist die Wonne ganz beiderseitig, wie auch diesmal die Begeisterung des Publikums deutlich spüren ließ. Rhythmisch beschwingt war der letzte Block mit fröhlichen Spirituals, zu dem sich Chorchef Ulrich in die Reihen der Sänger stellte und sich dem mitreißenden Piano-Sound von Gerd Voß, dem Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft, überließ.

Mit einigen sehr persönlich interpretierten Liedern und drei Duos mit der jungen Sängerin Silja Mansholt gestaltete Voß den zweiten Programmblock. Stevie Wonders "You are the sunshine of my life" und Grönemeyers "Land unter" waren die Eckpfosten der stilistischen Vielfalt, wobei der großartige Bluespianist sich selbst begleitete und dazwischen mit geistlichen Erläuterungen seinem eigentlichen Beruf treu blieb.

Mit "You’ve got a friend" und "Eyes on the sparrow" gab Silja Mansholt beeindruckende Proben ihrer Stimm- und Ausdruckskraft. Im Aufbau dieses sehr langen Programmblocks war sie mit ihrem begeisternden Potenzial leider ein wenig unterrepräsentiert.

Wer den Gospelchor Etelsen kannte, hatte sich schon von Anfang an auf die geradezu professionelle stimmliche Meisterschaft der Gäste gefreut. Mit ihren erst 26 Jahren hat die neue Chefin Lena Sonntag ihr Ensemble vom E-Piano aus voll im Griff. Der Chor verfügt über großartige Solisten, immer neue Sänger und Sängerinnen nahmen das Mikro zur Hand und wirkten mit an einer tollen Palette stimmlicher Klangfarben. Auch die Querflöte, die Trompete, zwei professionelle E-Gitarren und jede Menge Percussion sorgten für Klangvielfalt, und der Rhythmus vermittelte sich in der eindrucksvoll ausgearbeiteten, oft geradezu tänzerischen Show des Ensembles auch optisch so mitreißend, dass das Publikum immer wieder in Jubelrufe ausbrach.

Nach fast zweieinhalb Stunden ohne Pause wurde das Programm mit einem gemeinsamen Lied aus vielen hundert Kehlen in harmonischer Gemeinschaft beendet.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 20.04.2009

 


Vom Kirchenlied zu Grönemeyer und Gospel

Chöre und Solisten unterstützten mit ihrer wundervollen Musik

ein neues Projekt von St. Johannis

von Mareike Bannasch

 

VERDEN - Stimmungsvolle Chormusik erfüllte am vergangenen Sonnabend die voll besetzte St. Johanniskirche in Verden, als sich der St. Johannischor Verden, der Gospelchor Etelsen, Silja Mansholt und Gerd Voß zu einem Benefizkonzert zu Gunsten der neuen Tagespflege St. Johannisheim versammelten, die im Sommer eröffnet werden soll.

 

Einen eindrucksvollen Einstieg bot der St. Johannischor, geleitet von Ludolf Ulrich, den Zuhörern mit dem Stück "Morgenlicht leuchtet", das bereits einen Vorgeschmack auf den Verlauf des Abends gab. Beim nachfolgenden "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" beeindruckte besonders die schwungvolle Darbietung des Chors, die sich auch nach und nach in die Zuschauerränge übertrug.

Einen Kontrast dazu bildete der nachfolgende Schlusschor aus der Wachkantate von Johann Sebastian Bach "Freut euch alle". Insbesondere die Trompeten- und Klavierbegleitung von Astrid Fischer sowie Anja und Claudia Lilischkis gefiel dem Publikum sichtlich. Mit dem "Mater dei", einem Mundgebet des Rosenkranzes und dem Lied über die Nächstenliebe "Wenn das Brot, das wir teilen" verweilte der St. Johannischor im Bereich der traditionellen Kirchenlieder.

 

Als Übergang zum Gospel-Teil des Konzertes folgte nun "Have a nice day", ein rhythmisch scherzhaftes Lied, das nicht nur im Chor für gute Laune sorgte. Während des Stückes "We lift our hands" belohnte das Publikum das beeindruckende Solo von Gerd Voß.

 

Nach einem weiteren Stimmungskracher "There is power" begann Gerd Voss mit dem weltlichen Hit "You are the sunshine of my life" den zweiten Teil des Konzertes. Im nachfolgenden "What mighty grace is this" bekam der Solist Unterstützung von Silja Mansholt, die mit ihrer herausragenden Stimme, die perfekte Ergänzung bildete. Bei diesem Lied war auch das Publikum zum Mitmachen angehalten, und so sangen alle lauthals den Refrain mit.

Vor dem nächsten Stück "Land unter" von Herbert Grönemeyer las Gerd Voss einen Auszug aus dem Buch Prediger, den er zusammen mit dem Liedtext auf das Altern bezog und so einen Bogen zum Thema des Abends schlug. Nach dem Duett "You've got a friend" folgte mit "Grandma's hands" ein Lied, das sich ebenfalls mit dem Altern beschäftigt.

Mit dem charakteristischen "Freedom" is coming" begann der Gospelchor Etelsen unter der Leitung von Lena Sonntag sein Programm. Die Stimmung der Gospelstücke wurde bereits beim zweiten Lied "Oh when the saints", das mit Solisten- und Posaunenbegleitung besonders schwungvoll vorgetragen wurde, deutlich. Gute Laune und Engagement der Sänger übertrugen sich auf die Zuhörer. Das eher ruhigere "Open the eyes" beeindruckte vor allem durch das Wechselspiel der Männer- und Frauenstimmen. Beim Lied "Sing a new song" steckte der fröhliche Chor auch die Zuschauer an. Die Gabe, die Stimmung der Lieder für die Zuhörer spürbar zu machen, wurde auch im nachfolgenden Lied "Soon an very soon" deutlich. Ein Highlight des dritten Teils war das Stück "Baga gine", ein fröhliches Tanzlied aus Nord-West-Guinea, bei dem afrikanische Rhythmen die Kirche erfüllten.

Schließlich sangen Mitwirkende und Publikum das Abendlied "Der Tag, mein Gott ist nun vergangen". Schöner Abschluss einer gelungenen Veranstaltung.

 

 

 

Pressemitteilung 09.12.2008

 


Benefizkonzert für benachteiligte Kinder


Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Freimaurer-Loge Bremen Zur Hansa am 07.November 2008 fand in der sehr gut besuchten Kirche Unser Lieben Frauen ein Benefiz-Konzert mit dem Gospelchor Etelsen und dem Knabenchor Unser Lieben Frauen statt.

 

Umrahmt von der Orgelmusik des Leiters Ansgar Müller-Naninga startete der Knabenchor mit ungewohnt modernen Klängen sein Programm. „Wunderbar“, ein Psalm-Rap über den Psalm 121, bildete einen fulminanten Einstieg in die klassisch gehaltenen „Bridge over troubled water“ und „What A Wonderful World“. Die klaren Stimmen und perfekten Einsätze wussten das Publikum zu begeistern. Ein Highlight bildete das Gesangssolo der Sopranistin Angela Postweiler, die von Anna Kirilova am Klavier begleitet wurde.

In der Pause begrüßte Rolf Meyer aus den Reihen der Freimaurer Herrn Franz Steinberger als Vorstand der Stiftung Regenbogenfisch, dessen Anliegen und Zielsetzung die Entwicklungsförderung von blinden und sehbehinderten, aber auch anderen sensorisch förderungsbedürftigen Kindern ist. Ein Schwerpunkt der von der Stiftung unterstützten Arbeit liege in der Förderung der motorischen Entwicklung, betonte Steinberger.

 

Anschließend trat der knapp 50-köpfige Gospelchor Etelsen aus der Gemeinde Langwedel unter der Leitung von Lena Sonntag auf. Nach dem beschwingten Einzug und einiger Traditionals wie „Oh when the Saints“ wurde das Programm ruhiger. Großartig vorgetragen wurden ebenfalls „Amazing Grace“ und „Free“ von Dorothea Lorenz-Schümann, bevor afrikanisch und indianische Rhythmen die Kirche durchdrangen. Ob leise Klänge oder rhythmisch beschwingte Lieder, die durch Mitsingen und Klatschen des Publikums begleitet wurden - die Kraft tiefen Glaubens und der Lebensfreude, die diese Musik begleitet, wurde von den Zuschauern tief aufgesogen.

Begeistert wurden Zugaben eingefordert und mit Irischen Segenswünschen verabschiedete man sich vom Bremer Publikum, das kräftig den Spendentopf zugunsten der Stiftung Regenbogenfisch füllte und so der Begeisterung über den gelungenen Abend Tribut zollte.

 

Birgit Buschmann, Chorbeirat Gospelchor Etelsen

 

 

 

Nienburger Zeitung die HARKE 07.10.2008

 

 

Langwedel-Etelsener Gospelchor gab Konzert in Corvinuskirche

 

In der mit mehr als 200 Besuchern fast vollständig gefüllten Erichshagener Corvinuskirche fand am Sonntag ein Konzert mit dem Gospelchor der Kirchengemeinde Langwedel-Etelsen statt. „Der Funke sprang schnell über“, berichtet Pastor Andreas Iber. „Die Besucher klatschten und sangen bei den Gospel- und Spiritualdarbietungen des 40-köpfigen Chores unter der Leitung von Lena Sonntag begeistert mit.“

 

Zur Überraschung der Besucher gab es in der Pause für alle Wein und andere Getränke, die von einem Team der Kirchengemeinde in die Reihen gebracht wurde. „Das gehörte zu den Überraschungen, die wir uns für den 250. Geburtstag unserer Kirche in diesem Jahr überlegt hatten“, ergänzte Andreas Iber. Nach gut zwei Stunden endete der Konzertabend mit lange anhaltendem Applaus und einigen Zugaben des Chores.

 

 

 

 

 

 

Achimer Kreisblatt 22.09.2008

 

 

Freude und Begeisterung pur
Gospelchorfestival in Etelsen im Rahmen des Musikjahres 2008 Gemeinsames Finale dreier Chöre

 

Etelsen (huk) „Irgendwie scheinen wir einen Pakt mit dem Wettergott geschlossen zu haben“, strahlte der 1. Vorsitzende des Etelser Kirchenvorstandes, Jürgen Neumann, gemeinsam mit der Sonne um die Wette, „immer wenn wir hier Veranstaltungen im Rahmen des Etelser Musikjahres 2008 haben, lacht die Sonne vom Himmel und freut sich mit uns über unsere gemeinsamen Feste im Namen der Musik. So macht natürlich jede Freiluftveranstaltung Spaß, auch wenn heute „nur“ der Part für das leibliche Wohl im Freien statt findet.“

Neumann hatte absolut recht.

Das große Gospelfestival in Etelsen machte nicht nur allen Beteiligten Spaß, sondern war auch musikalisch ein voller Erfolg. Allen Zuhörern in der voll besetzten Etelser Kirche „Zum Guten Hirten“ wurde klar, wie viel Power und Dynamik und vor allem wie viel Ausdruckskraft und pure Lebensfreude gerade in der chorchestralen Gospelmusik liegt. Vor allem dann, wenn man allen Sängern jederzeit ansah, mit welcher Freude und Begeisterung sie bei der Sache waren.

Auch wenn man die englischen Texte der Gospelmusik nicht immer perfekt versteht, spürt man doch gerade als Zuhörer die Kraft des tiefen Glaubens und der unbändigen Lebensfreude, die dieser Musik innewohnt.

Genauso war es auch in der Etelser Kirche. Von ganz jung bis ganz alt war dort alles vertreten und sprang bzw. schaukelte oder sang begeistert im Takt der Musik mit. Zwischen den Darbietungen der einzelnen Chöre gab es anständige Pausen, so dass sich jeder auf der Rasenfläche vor der Kirche an eigens dafür aufgebauten Ständen mit passenden Getränken, Kaffee und Kuchen oder mit Bratwurst stärken konnte. So konnte man in aufgelockerter Atmosphäre ein kleines Pläuschchen halten und von der gehörten Musik schwärmen.

Den Reigen eröffnete der Badener Gospelchor „Open Up“, begleitet von Pastor Martin Behr am Keyboard, der alle Hörer gleich so richtig in Stimmung brachte und neben klassischen Gospels auch neuere Lieder ausdrucksvoll vortrug.

Den zweiten Part übernahmen „Good News“ aus Hoya, die sich im Jahr 2001 im Kreis der evangelischen Kirchenjugend gründeten und sich mittlerweile zum stattlichen Gospelchor entwickelt haben.

Mit überwiegend moderneren Stücken der Gospelmusik zog „Good News“ alle Besucher in der Etelser Kirche ganz in seinen musikalischen Bann.

Nach einer weiteren Pause und einem anschließenden Grußwort von Etelsens Pastor Martin Beckmann waren dann die Hausherren an der Reihe. Der mittlerweile schon berühmte Etelser Gospelchor, der 1990 gegründet wurde, hatte seinen viel bejubelten Auftritt. Mit ihrer Performance über ein weites Spektrum der Gospelmusik komplettierten die Etelser den Reigen muskalischen Hochgenusses und wurden mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Am Ende gab es als würdigen Abschluss auch ein gemeinsames Gesangsfinale aller drei Gospelchöre.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 04.09.2008

 

 

Der Funke sprang sofort über
Gospelchor Etelsen begeisterte in Kirchlinteln

Kirchenstiftung informierte über ihre Arbeit

 

Kirchlinteln (rö) Ein voller Erfolg war das Konzert des Gospelchores Etelsen in der St. Petri Kirche in Kirchlinteln. Im nicht ganz besetzten Gotteshaus begeisterte der Chor das Publikum und die geforderten Zugaben wurden von den Sängerinnen und Sängern gerne gegeben.

 

Für den Chor war das der erste größere Auftritt mit der neuen Leiterin, der 25-jährigen Lena Sonntag. Erfolgreich setzte sie mit Modern-Gospel eine neue Stilrichtung des Chores um, die das Konzertprogramm in Kirchlinteln prägten. Außerdem sang der Chor traditionelle Spirituals und Gospels.

Mit dem Song „Oh my Lord“ zog der Chor in die Kirche ein und platzierte sich im Altarraum. Schon hier sprang der Funke der Begeisterung und die Freude am Singen, die vom Chor ausging, auf das Publikum über und so mancher Gast summte leise mit. „Oh when the saints“ hieß es anschließend und unter anderem „Amazing Grace“. Mit einer schottischen Festhymne endete der erste Teil.

In der Pause nutzte die St. Petri Kirchenstiftung als Veranstalter dieses Konzerts die Möglichkeit, um über ihre vielfältige Arbeit zu informieren. Außerdem bestand die Gelegenheit zu lockeren Gesprächen, auch mit den Sängerinnen und Sängern des Chores, der 1990 gegründet wurde und sich bereits ein umfangreiches Repertoire erarbeitet hat. Fünf CDs des Chores sind ebenfalls schon veröffentlicht.

Der zweite Teil des Konzerts begann mit dem wohl bekanntesten Lied des Genres „Oh happy Day“ und wurde beendet mit „Rejoice forever“ mit Petra Gätjen als Solistin. Sie brillierte neben Dr. Horst Skornicka (teilweise mit der Posaune), Florenz Buhrke, Dorothea Lorenz-Schümann und Martina Böttcher beim jeweiligen Soloauftritt.

Statt eines Eintrittsgeldes wurde um Spenden zum Schluss der Veranstaltung gebeten. Der Spendenerlös wurde zwischen Chor und Stiftung aufgeteilt. Der Chor verwendet seinen Teil des Erlöses dafür, die musikalische Arbeit in der Zukunft zu sichern und für die Stiftung ist es ein Grundstock zur Finanzierung einer Diakonstelle in der Kirchengemeinde.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 07.01.2008

 


Gelungenes Neujahrskonzert in der

Etelser Kirche „Zum Guten Hirten“

 

Gospelchor Etelsen letztmalig unter Hans–Joachim Schüttke mit ganz feiner Vorstellung, Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt

 

Etelsen, (huk) . Wer am vergangenen Samstagabend rund um die Etelser Kirche „Zum Guten Hirten“ einen Parkplatz suchte, der musste weite Wege gehen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und so etwas weist immer auf etwas ganz Besonderes hin: der mittlerweile schon legendäre Gospelchor Etelsen, der ja über die regionalen Grenzen hinweg einen ausgezeichneten musikalischen Ruf genießt, gab in einem gelungenen Neujahrskonzert zahlreiche Kostproben seines vielfältigen Könnens ab.

Nachdem Pastor Martin Beckmann alle Gäste herzlich begrüßt und nachträglich ein frohes neues Jahr gewünscht hatte, übergab er das „musikalische Zepter“ - leider letztmalig - an den erfolgreichen Chorleiter Hans – Joachim Schüttke. Letztmalig deswegen, weil der ehemalige Chorleiter seinen Lebensschwerpunkt nach Norwegen verlagert, wo er in Bergen eine Festanstellung als Kirchenmusiker wahrnehmen wird.

Offiziell wurde der symphatische Vollblutmusiker als Leiter des Gospelchors bereits verabschiedet. Nun bot sich anlässlich des Neujahrskonzertes in der Etelser Kirche auch die Gelegenheit, sich von den Bürgern aus Etelsen und um zu mit einem großen musikalischen Feuerwerk zu verabschieden. Und sicherlich auch ein Stück weit Dank zu sagen für die langjährige Treue und Verbundenheit, die dem Gospelchor Etelsen seit jeher entgegen gebracht wird.

Und genauso legte Hans – Joachim Schüttke mit „seinem“ Gospelchor auch gleich los: in der wunderbaren Akustik der Kirche verwöhnte ein abwechslungsreiches Programm mit allen Facetten der Gospelmusik die zahlreichen Besucher.

Zahlreiche schwungvolle Stücke wie „Soon and very Soon“ mit Gesangssoli von Petra Gätjen und Florenz Buhrke sowie
„Jesus be a fence“ mit einem Solo von Martina Böttcher, aber auch langsame, ausdrucksstarke Songs wie „Sometimes I feel like a motherless child“ zogen alle Zuhörer in ihren Bann und wurden mit großem Applaus belohnt. Instrumental begleitet wurde der Gospelchor durch Hans - Joachim Schüttke am Piano, Riccardo Costa mit der Gitarre sowie Florenz Buhrke am Bass. Lediglich unterbrochen von einer kurzen Pause, präsentierten die rund 50 Sängerinnen und Sänger ein fast zweistündiges Programm, dass die Zuhörer fast von den Kirchenbänken riss. Kein Wunder, denn bei einer solchen, ins Blut gehenden Musik, kann man einfach nicht still sitzen. Natürlich kam der Gospelchor bei der Begeisterung um etliche Zugaben nicht herum.

Ganz zum Schluss bedankte sich Hans – Joachim Schüttke bei „seinem“ Gospelchor und bei allen Gästen noch einmal recht herzlich für die Unterstützung, die ihm als Leiter des Chors immer zu Teil wurde und sagte allen Anwesenden auf seine eigene Weise „Lebe wohl“ .
Da hielt es auch Pastor Martin Beckmann nicht mehr auf dem Sitz: mit den ihm eigenen wohlgesetzten Worten bedankte er sich beim ehemaligen Chorleiter und überreichte ihm für seine Zeit in Norwegen einen „Etelser Beutel“ mit Blumenzwiebeln.

 

 

 

 

 

Presseerklärung vom 21.12.2007

 


Achim Schüttke sagt endgültig „adjø“

 

Der Gospelchor Etelsen hatte sich im April dieses Jahres bereits von seinem Chorleiter, Hans-Joachim Schüttke, verabschiedet. Nach einer kurzen Zeit unter neuer Leitung standen die Sängerinnen und Sänger im Oktober ohne Dirigenten vor dem schon lange geplanten auswärtigen Probenwochenende und einem Engagement in Verden. Der Chorbeirat schickte einen Hilferuf an den „Ex“ nach Delmenhorst und der Kölner sprang ein.

In Bad Bederkesa wurde fleißig gesungen und auch in den folgenden Wochen leitete Achim Schüttke mittwochs einige Proben. „Es war, als wäre er nie weg gewesen!“ stellten beide Seiten fest. Aber der Kirchenmusiker ist immer für Überraschungen gut: Er wird im Februar 2008 nach Norwegen auswandern. Jetzt ist er auf Abschiedstour und wird mit dem Etelser Gospelchor am Samstag, 05. Januar 2008 um 19.00 Uhr, in der Kirche „Zum Guten Hirten“ ein Konzert geben.

Der Chor sucht weiterhin nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger als Chorleiter. „Wir haben leider noch nicht die zu uns passende Person gefunden und würden uns freuen, wenn Interessierte sich unter der Tel.: 0173/6233388 meldeten“ so der Chorbeirat.

 

Andrea Michallik
Gospelchor Etelsen

 

 

 

Weser Kurier (Lokales NOR) vom 2. Mai 2007

 

 

Gottesdienst zum Mitklatschen

Gospelmusik reißt die Zuhörer in der

evangelischen Stadtkirche mit

 

Vegesack. „Einmal im Monat haben wir einen Pop-Gottesdienst. Danach hören wir immer wieder: `o, schon vorbei?` Heute gibt es also in Vegesack nicht nur Bratwurst, Kaffee und Kuchen sowie schöne Dinge satt, sonder auch Gospel“ , erklärte Pastor Volker Keller den Hintergrund zum ersten Vegesacker Festival dieser Art.

Trotz strahlenden Sonnenscheins und diverser anderer Angebote im Umkreis ließen sich die Freunde dieser spirituellen Musikrichtung nicht vom Kommen abhalten. Zahlreich besuchten sie die evangelische Stadtkirche in Vegesack, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen. „Ich freue mich über diese doch sehr große Resonanz“ , zog Volker Keller ein Fazit und denkt schon jetzt an eine Wiederholung.
Die würden auch die Besucher begrüßen, denn was sich ihnen beim diesjährigen Gospelfestival bot, war schon ein musiklischer Höhepunkt im Nordbremer Gebiet.
Den Beginn des rythmischen Reigens läutete der Grohner Jugendchor „Cantus luvenis“ ein. „Schön, dass sie es einrichten konnten, zu kommen, denn sie arbeiten gerade an einer neuen CD“, verriet Volker Keller vorab und deutete gleichzeitig an, dass hier keine unbekannte Gospeltruppe den Startschuss gab. Der Jugendchor, der sich aus 50 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 10 bis 19 Jahren zusammensetzt, stimme das Publikum mit traditionellen Stücken auf das weitere Geschehen ein.
Das bestritt der Lesumünder Gospelchor, der seit der Gründung 1989 mittlerweile mehr als 80 Sängerinnen und Sänger zählt. Ihr Repertoie von zeitgenössischen Gospels bis hin zu traditionellen Spirituals wurde von den Zuhörern nicht nur bis ins Detail erklärt, sondern animierte das Publikum auch zu rythmischem Mitklatschen.
Das hörte auch bei den weiteren Aktiven wie dem Gospelchor Etelsen nicht auf. Bestehend aus 60 Sängerinnen und Sängern gründete sich der Chor 1990. Die Begleitung verschiedenster Instrumentalisten mit Gitarre, Bass-Gitarre, Posaune und Klavier zeichnet diesen Chor ebenso aus wie die Tatsache, dass alle Mitglieder Laien sind und die Solisten aus den eigenen Reihen stellen.
Ein absoluter Hörgenuss bot sich der ständig strömenden Zuhörerschaft beim Gottesdienst am frühen Abend. Den begleitete nämlich Janine Smith. Geboren und aufgewachsen in Brookly (New York City), begeistert sie seit Jahren mit ihrer intensiven Gospelstimme Scharen von Menschen auf der ganzen Welt. So tourte sie unter anderem mit „ The Black Gospel Singers“ aus den USA durch Österreich und Deutschland und trat als Solokünstlerin mit einer Mischung aus R`n`B, Balladen und Pop in verschiedenen exclusiven Pianobars auf.
Ihrer voluminöse Stimme konnten sich auch die norddeutschen Gäste nicht entziehen. Die ganze Freude, Dynamik und der Rhythmus des Gospelgesangs drückte Janine Smith mit ihrer Stimme aus. Das publikum ließ sich ohne weiteres entführen und wurde gleichzeitig Teil eines Gottesdienstes, der in diesen Breiten eher ungewöhnlich ist. Aufstehen und Mitklatschen, sich den Klängen dieser so lebensfrohen Musik hingeben, für die sonst eher zurückhaltende norddeutsche Mentalität eine neue Erfahrung der „musikalischen Lobpreisung des Herr“.
So eingestimmt fieberten die schon bis dahin begeisterten Zuhörer dem Schlusspunkt dieses Events entgegen: „Ady and the Zion Community Choir“. Der in Nigeria geborene Sänger und Vollblutmusiker Ady Ariwodo setzte mit seiner Band sowie deren schwarzer Gospel- und Spiritual-Musik einen weiteren mitreißenden Akzent des Festivals. Getragen von dem afro-afrikanischen Musikgefühl, begleitet von westlichen Instrumenten wie E-Bass, Schalgzeug oder Keyboard gaben hier die Elemente aus Soul und Hip Hop dem Gospel eine ganz eigene, moderne Wende.
„Eine großartige Veranstaltung“, resümierten beeindruckt die Gäste über einen Event, der vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend lief. Schon fast euphorisch war Pasto Keller: „Auf dieses Gospelfestival hat Vegesack nur gewartet.“ (Iris Messerschmidt)

 

 

 

Presseerklärung vom 18.04.2007

 


Gospelchor Etelsen singt in der St. Marien-Kirche zu Pirna

 

Eine Konzertreise führte den Gospelchor kürzlich nach Dresden und Pirna. Eingeladen von der Ostsächsischen Sparkasse gaben die Sängerinnen und Sänger am Freitag in Freital ein Benefizkonzert. Mit dem Erlös wird ein begabter junger Musikstudent der Dresdner Hochschule unterstützt. Der 23-jährige Michael Nestler kann bald die geliehene Geige gegen ein eigenes Instrument tauschen.

Chorleiter Hans-Joachim Schüttke lud den talentierten Musiker während des Konzertes spontan ein, den Chor instrumental zu begleiten. Dass ein Streichinstrument durchaus zur Gospelmusik passt, bewies der junge Mann eindrucksvoll. Drei Stücke spielte er zusammen mit den Gitarristen und begeisterte damit gleichermaßen die Sänger und Zuhörer.

Am Samstag durfte der Chor in der St. Marien-Kirche zu Pirna auftreten. Die spätgotische Hallenkirche mit ihrer 1842 erbauten „Jahn-Orgel“ war eine wundervolle Kulisse und trug zu einem besonderen Klangerlebnis bei. Das gerade neu einstudierte Stück “Kuwate“ aus der Ethnomesse für den Frieden von Lorenz Maierhofer passte besonders in dieses Ambiente. Die eigens eingesetzte Nebelmaschine unterstrich die außergewöhnliche Stimmung während der gesprochenen Textpassage in dem Lied. Dieses Stück kam bei den Zuhörern so gut an, dass der Chor es als dritte Zugabe wiederholte. Der Erlös dieses Konzertes blieb in der Gemeinde, um die Renovierung der Außenfassade der Kirche zu unterstützen.

Neben den Auftritten genossen die Sängerinnen und Sänger bei rundum schönem Wetter die bekannten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt Dresdens.

Das „highlight“ am Samstag war der Besuch der Festung Königstein. Die Sparkasse lud nach dem geführten Streifzug durch die Festungsgeschichte zum fürstlichen Menü in die Kasematten ein. Auf unterhaltsame und amüsante Art erläuterte der originalgetreu unifomierte Festungskommandant „Sachsen Glanz und Preußens Gloria“ aus vergangenen Zeiten.

Dieser Ausflug war für Chorleiter Hans-Joachim Schüttke die letzte gemeinsame Fahrt mit dem Etelser Gospelchor. Er wird ab 1. Mai Kreiskantor im Bistum Osnabrück. Der Chor sucht bereits eine neue Leitung. Wer Interesse an dieser Aufgabe hat, möge sich unter Tel.: 0173/6233388 umgehend melden.

 

Andrea Michallik
Gospelchor Etelsen

 

 

Sächsische Zeitung vom 17.04.2007

 


Benifiz-Gospel

Solistin Petra Gätjen bewegte eine Rhythmuskugel und sang mit dem Gospelchor Etelsen in der Marien-Kirche. Vor mehr als 160 Besuchern gab das niedersächsische Ensemble am Sonnabend ein Konzert, das die Ostsächsische Sparkasse Dresden zugunsten der Sanierung des Nordportals veranstaltete. Über 500 Euro kamen zusammen.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 19.03.2007

 


Zwischen „Musike“ begeisterte „bewegter Mann“

Pickepackevoller Saal beim „Langwedeler Abend“

Chöre und Kleinkünstler unterhielten Publikum auch vor der Tür

 

Langwedel (hu) „Der Langwedeler Abend ist immer ein Selbstläufer.“ Diese Feststellung von Bürgermeister Andreas Mattfeldt traf auch am Freitagabend zu, als der Bürgersaal des Rathauses seinem Namen gerecht wurde: Bürgerinnen und Bürger strömten nur so in das Rathaus, denn da war dank der Langwedeler Kulturtage reichlich „Musike“ drin.
So musste der Bürgermeister selbst immer wieder neue Stühle anschleppen – und immer noch reichte es nicht. Da aber die Saaltür geöffnet blieb – nicht nur wegen der enormen Wärme im Bürgersaal – waren auch die Stehplätze vor der Tür begehrt.
Mattfeldt hatte kaum die vielen Gäste begrüßt, da kam ein Stadtstreicher hereingetorkelt. Rolf Früchtenicht von den Holtebütteler Plattsnackers begeisterte die Zuhörer, denn obwohl sein Alkoholpegel immer weiter stieg, blieb er textsicher. Am Schluss war dann seine Martini-Flasche leer – und er voll. Aber das Motto dieses trinkfesten Stadtstreichers war ja auch „Flasche – Kehle – Niere – Klo“.
Nach dieser Sketcheinlage kam dann Adja Hesse mit ihrem Singkreis St.-Sigismund auf die Bühne – ein gemischter Chor, der aus dem festlichen Gottesdienst in der Daverdener Kirche nicht mehr wegzudenken ist. Auf eine Reise um die Welt entführte der Singkreis die Zuhörer, denn von Deutschland ging es nach Israel, dann nach Afrika und über Amerika nach Schottland. Die sängerischen Höchstleistungen wurden immer wieder von Beifall bedacht. Zum Schluss stellte Adja Hesse das erste Daverdener Sinfonieorchester vor – und erntete dafür tosenden Beifall.
Im Sketch „Der bewegte Mann“ schlüpfte Rolf Früchtenicht gleich in zwei Rollen – in einen gerade gehenden Mann und in einen gebückt gehenden Mann, der wegen dieses Leidens schließlich einen Arzt aufsuchte. Doch dieser stellte lapidar fest, dass er sich die Hosenträger nicht immer an den Schuhen festmachen sollte. Dieser Tipp war Gold wert, denn fortan ähnelte sein Gang doch stark dem aufrechten männlichen Gang.
Nach der Pause kam der Etelser Gospelchor auf die Bühne, auf der es aufgrund des großen Ensembles doch arg eng wurde. In Anspielung an den St.-Sigismund-Singkreis witzelte Chorleiter Hans-Joachim Schüttke, dass auch der Gospelchor in Schottland war, und auch in Afrika schien man gemeinsam mit dem Singkreis gewesen zu sein. Die Mitbringsel der Chöre von dieser Reise, „We are marching“ und die „Schottische Festhymne“, hatte der Gospelchor mit Klavierbegleitung passend intoniert. Und dann legte der Gospelchor los mit seinem breiten Repertoire, wobei es nicht nur nach Afrika und Schottland ging, sondern hauptsächlich in die südlichen Staaten der USA, denn die Gospels sind ja aus dem tiefen Glauben und Lebenswillen der schwarzen Sklaven in der Unterdrückung entstanden. Schüttke übersetzte den Inhalt der religiösen Lieder ins Deutsche. Mit den Gospels, Spirituals, Pop sowie auch einem gesungenen Gebet und einem fast nicht enden wollenden Kanon begeisterte der Chor die lautstark applaudierenden Zuhörer.

 

 

 

Delmenhorster Kreisblatt · Mo. 23 Januar 2006

 


Pure Freude, viel Dynamik und Rhythmus

Etelser Gospelchor begeistert Zuhörer

 

Klassiker wie „Oh happy day“ lösten in der gut besetzten Heilig-Geist-Kirche den stärksten Beifall aus. Die Solisten boten beachtliche Leistungen.

 

DELMENHORST (ER). Winterzeit – Gospelzeit. Nur fünf Tage nach dem Auftritt von „Reverend Dwight Robson & Voices of Gospel“ stattete am Sonnabendabend ein Chor der Heilig-Geist-Kirche einen Besuch ab. Dabei handelte es sich jedoch nicht um Gäste aus den USA, sondern um eine Sangesgruppe aus – Langwedel-Etelsen (Landkreis Verden, 15000 Einwohner). „Wir sind ausnahmslos Laien“, betonte Sprecherin Andrea Michalik vor dem Konzert, in dessen Rahmen der Gospelchor Etelsen eindrucksvoll bewies, dass er sich hinter den Profis nicht verstecken muss.
Die rund 60-köpfige Gruppe wählte mit „Bino Batata“ einen stimmungsvollen Einstieg und präsentierte im Anschluss daran diverse Highlights dieses Musikgenres. Die humorvollen Kommentare von Chorleiter Hans-Joachim Schüttke, der in Delmenhorst lebt und der für den Auftritt in Deichhorst eigens einen Krankenhausaufenthalt in Bremen unterbrochen hatte, trugen entscheidend dazu bei, dass der Funke schnell übersprang. Die Zuhörer zeigten sich mehr und mehr begeistert, begleiteten die Songs durch rhythmisches Klatschen und sparten nicht mit Applaus.
Den stärksten Beifall lösten wie erwartet Klassiker wie „Jesus on the mainline“ und „Amazing grace“ aus. Die Freude an ihrem Wirken war den Sängerinnen und Sängern deutlich anzumerken. Wiederholt rückten bei den insgesamt 20 Beiträgen Solodarbierungen in den Vordergrund. Dabei zeigten sich Florenz Buhrke, Petra Gätjen, Dorothea Lorenz-Schümann, Werner Löwner, Niko Schmidt und Martina Böttcher den Anforderungen scheinbar mühelos gewachsen. Als Instrumentalisten traten Riccardo Costa, (Gitarre), Buhrke (Bass), Schüttke und Böttcher (beide Piano) positiv in Erscheinung, während Falk Rosenthal am Mischpult für den richtigen Ton sorgte.
„Pure Freude, Dynamik und Rhythmus“, hatte der Etelser Gospelchor vor seinem Gastspiel angekündigt. Die Protagonisten lösten dieses Versprechen in beeindruckender Art und Weise ein und vergrößerten in der Heilig-Geist-Kirche den Kreis derer, die sich seit 1990 an der musikalischen Arbeit der Laien erfreuen.
Mit dem Dauerbrenner „Oh happy day“ sowie den Liedern „Free“, Titelsong der mittlerweile fünften CD, und „Power“ verabschiedete sich die fröhliche und sympathische Truppe von ihrem Publikum. Wer den Auftritt verpasst hat, sollte sich bereits jetzt den 19. Juli vormerken: An diesem Tag stellt sich der Etelser Gospelchor in der Stadtkirche Delmenhorst vor.

 

 

 

Bericht Konzertreise 29.04.2005

 


Gospelchor in der Oberlausitz

Ein Bericht von Andrea Michallik

 

Es ist Freitag, 07.30 Uhr. Reges Treiben herrscht zu dieser frühen Stunde vor dem Gemeindehaus. Aus allen Richtungen strömen die Mitglieder des Gospelchores heran. Der Chor hat nicht etwa eine neue Probenzeit; es geht auf Konzertreise weit in den Osten - in die Oberlausitz. Busfahrer Fredi Bätje verlädt das persönliche Gepäck der 56 Mitreisenden sowie Podeste, Mikrofone und Boxen. Pünktlich um 8.00 Uhr fährt der Bus Richtung Autobahn. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Ziel, die Niederschlesische Sparkasse in Weißwasser. Rasch wird das Equipment ausgeladen und in der Kassenhalle aufgebaut, bevor es zum Hotel geht, wo bereits ein kleiner Imbiss auf uns wartet. Nach einer kurzen Verschnaufpause treffen wir letzte Vorbereitungen für das Konzert: Stellprobe, Soundcheck, Einsingen. Die Techniker Sven und Rico, die wir schon von unseren früheren Besuchen her kennen, sorgen wieder professionell für besten Klang und gute Beleuchtung.

Chorleiter Achim Schüttke gibt noch ein paar Regieanweisungen und schon geht’s los. Die Zuhörer/-innen, unter ihnen der Bürgermeister, klatschen und wippen schon nach den ersten Liedern kräftig mit und sorgen so für eine ausgelassene Stimmung. Achims voller Einsatz am Piano zwingt uns in der Pause zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, um den verletzten Finger mit einem Pflaster zu versorgen.

Zum Glück war das die einzige Blessur auf dieser Reise, schließlich fehlte uns der medizinische Fachmann aus den Reihen der Bässe. Hochzufrieden mit dem gelungenen Abend lassen wir uns im Hotel Kristall beim Essen noch ordentlich verwöhnen und fallen irgendwann müde ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es zunächst nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park. Zwei Gästeführer begleiten uns durch die Parkanlage und zeigen uns stolz das liebevoll restaurierte Schloss. Die Bauarbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen und doch staunen wir über die Veränderungen seit unserer letzten Besichtigung 1994.
Wir fahren weiter nach Rietschen zur Erlichthofsiedlung, einem kleinen Museumsdorf aus Schrotholzhäusern. Hier wird traditionelles Handwerk gepflegt und die Produkte in den Hofläden verkauft. Die Wirtin, Frau Szonn, begrüßt uns zum Mittagessen in der Veranstaltungsscheune. Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Ehemann die Gaststätte und ist gleichzeitig die Kantorin der örtlichen Kirche. Bevor wir uns am reichhaltigen Bufett stärken können, greift Frau Szonn zur Gitarre und trägt uns ihre eigenkomponierte „Hymne“ an Rietschen und die Region vor.


Das abendliche Konzert in der Rietschener Kirche hat etwas Besonderes: Unter den 400 Besuchern sitzen etwa 40 Mitglieder des Kirchenchores, den Frau Szonn leitet. Sie hatte uns während der Vorbereitungen zu dieser Fahrt gefragt, ob wir mit ihrem Chor gemeinsam zwei Stücke singen könnten. Natürlich freuen wir uns über diesen Zuwachs, haben doch die Chormitglieder aus Rietschen und Umgebung intensiv die Stücke einstudiert. So singen wir vor der Pause „Shine your light“ und als Zugabe „O hapy day“. Achim Schüttke dirigiert gekonnt den auf fast 100 Sängern/-innen „gewachsenen“ Chor, und die Stimmen füllen das Kirchenschiff aus. Mit den irischen Segenswünschen verabschieden wir uns von einem dankbaren Publikum, wie wir es lange nicht erlebt haben. Frau Szonn überreicht uns noch ein Bild von der Rietschener Kirche und verteilt an jeden von uns ein Teelicht aus dem Erlichthof. Die Atmosphäre in dieser Kirche wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Nach einer kurzen Nacht brechen wir bereits um 8.00 Uhr auf nach Niesky. Der Gottesdienst beginnt hier um 9.30 Uhr. Etwa 100 Besucher haben an diesem Morgen den Weg in die Kirche gefunden. Pastor Röthig erzählt in seiner kurzen Predigt zum Kantatesonntag die Geschichte von den Singvögeln, die jeder für sich wunderbar singen, doch nur gemeinsam erfolgreich ein Vogelkonzert geben können. Wie gern nehmen wir seine Worte als Anregung für unsere Chorgemeinschaft mit. Die Gottesdienstbesucher, unter ihnen der Regionalbischof, der eigens für uns die Brandenburger Synodentagung vorzeitig verlassen hat, warten vor der Kirche und begleiten uns mit guten Wünschen für die Heimfahrt zum Bus.

Unsere Gastgeberin, die Niederschlesische Sparkasse, lässt uns nicht hungrig die Heimreise antreten. Obwohl wir lediglich vier Stunden ohne Nahrungsaufnahme verbracht haben, schmeckt das Mittagessen in Diehsa hervorragend. Ein letztes Mal bedanken wir uns herzlich bei Bernd Michallik und seinem Team für ein wunderschönes Wochenende. Die ersten sitzen schon im Bus, als wir daran erinnert werden, dass wir bei unseren letzten Besuchen den Mitarbeiter/-innen des Restaurants immer ein Abschiedslied gesungen haben. Keine Frage, dass wir diese Tradition aufrechterhalten. Also noch mal aussteigen und nach drei Liedern sagen wir schließlich schweren Herzens „Adieu“.

Erschöpft, aber glücklich über viele schöne Erlebnisse und beeindruckende Begegnungen an diesem Wochenende erreichen wir am frühen Abend Etelsen. Gut gelaunt verabschieden wir uns voneinander, bevor jeder für sich nach Hause geht.

 

Das abendliche Konzert in der Rietschener Kirche hat etwas Besonderes: Unter den 400 Besuchern sitzen etwa 40 Mitglieder des Kirchenchores, den Frau Szonn leitet. Sie hatte uns während der Vorbereitungen zu dieser Fahrt gefragt, ob wir mit dem Chor gemeinsam zwei Stücke singen könnten. Natürlich freuen wir uns über diesen Zuwachs, haben doch die Chormitglieder aus Rietschen und Umgebung intensiv die Stücke einstudiert. So singen wir vor der Pause "Shine your light" und als Zugabe "O happy day". Achim Schüttke dirigiert gekonnt den auf fast 100 Sänger/-innen "gewachsenen" Chor, und die Stimmen füllen das Kirchenschiff aus. Mit den irischen Segenswünschen verabschieden wir uns von einem dankbaren Publikum, wie wir es lange nicht erlebt haben. Frau Szonn überreicht uns noch ein Bild von der Rietschener Kirche und verteilt an jeden von uns ein Teelicht aus dem Erlichthof. Die Atmosphäre in dieser Kirche wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Nach einer kurzen Nacht brechen wir bereits um 8.00 Uhr auf nach Niesky. Der Gottesdienst beginnt hier um 9.30 Uhr. Etwa 100 Besucher haben an diesem Morgen den Weg in die Kirche gefunden. Pastor Röthig erzählt in seiner kurzen Predigt zum Kantatesonntag die Geschichte von den Singvögeln, die jeder für sich wunderbar singen, doch nur gemeinsam erfolgreich ein Vogelkonzert geben können. Wie gern nehmen wir seine Worte als Anregung für unsere Chorgemeinschaft mit. Die Gottesdienstbesucher, unter ihnen der Regionalbischof, der eigens für uns die Brandenburger Synodentagung vorzeitig verlassen hat, warten vor der Kirche und begleiten uns mit guten Wünschen für die Heimfahrt zum Bus.

Unsere Gastgeberin, die Niederschlesische Sparkasse, lässt uns nicht hungrig die Heimreise antreten. Obwohl wir lediglich vier Stunden ohne Nahrungsaufnahme verbracht haben, schmeckt das Mittagessen in Diehsa hervorragend. Ein letztes Mal bedanken wir uns herzlich bei Bernd Michallik und seinem Team für ein wunderschönes Wochenende. Die ersten sitzen schon im Bus, als wir daran erinnert werden, dass wir bei unseren letzten Besuchen den Mitarbeiter/-innen des Restaurants immer ein Abschiedslied gesungen haben. Keine Frage, dass wir diese Tradition aufrechterhalten. Also noch mal aussteigen und nach drei Liedern sagen wir schließlich schweren Herzens „Adieu“.

Erschöpft, aber glücklich über viele schöne Erlebnisse und beeindruckende Begegnungen an diesem Wochenende erreichen wir am frühen Abend Etelsen. Gut gelaunt verabschieden wir uns voneinander, bevor jeder für sich nach Hause geht.

 

 

 

Sächsische Zeitung 25.04.2005

 

Gospelchor lädt sein Publikum in Rietschen

zum Mitsingen ein

 

Der Gospelchor Etelsen wurde 1990 im niedersächsischen Etelsen gegründet. Von der großen musikalischen Vielfalt in seinem Programm konnten sich die Gäste des Konzertes am Sonnabendabend in der Kirche Rietschen selbst ein Bild machen. Die 60 Chormitglieder boten unter der Leitung von Hans-Joachim Schüttke einen bunten Mix aus Gospel- und Spiritualgesang dar. Der Chorleiter forderte das Publikum in der gut gefüllten Kirche zum Mitklatschen und Mitsingen auf. Diese Einladung nahmen die Zuhörer bereits nach wenigen Liedern gern an.

 

 

 

Achimer Kreisblatt· Sa. 20. November 2004

 


Großartiger Gospelchor in vollem Gotteshaus

Etelser Chor bietet in Daverden ein überaus

eindrucksvolles Konzert


Daverden (job) · Den eigenen, tiefempfundenen Glauben an Gott öffentlich zu bekennen, muss nicht nur mit dem während des sonntäglichen Gottesdienstes verhalten gehauchtem Gebet oder möglichst unbemerkt mitgesummten Kirchenliedern verbunden sein. Ein eindrucksvolles Beispiel einer besonderen, ehemals nur Afro-Amerikanern vorbehaltenen Einstellung zur Lobpreisung Gottes bekam am vergangenen Buß- und Bettag die Daverdener Kirchengemeinde geboten, als der Etelser Gospelchors eines seiner vielzähligen Benefizkonzerte in der St. Sigismund Kirche zu Daverden gab und in eindrucksvoller Weise die nordamerikanisch-extrovertierte Variante des Glaubenbekennens demonstrierte.
Und der mitreißende Gesang des Chors, welcher seit neuestem unter der Leitung des 34jährigen Kölner Kirchenmusikers Hans-Joachim Schüttke vom bekennenden „Jesus is my salvation” über den Klassiker „Amazing grace” bis hin zum lebensbejahenden „Oh, happy days” nicht nur Gospellieder singt, sondern auch den Grundgedanken der afro-amerikanischen Black Renaissance auf sein Publikum überträgt, kam dabei fast ohne Trommeln aus, also fast genauso, wie jene afrikanische Sklaven der neuen Welt, denen zur Begleitung ihres spirituellen Gesangs zur Zeit der nordamerikanischen Sklaverei die Nutzung dieser als heidnisch empfundenen Instrumente strikt untersagt wurde. Die rhythmische Begleitung der Musik übernahm fortan extensives Klatschen mit den Händen und bekräftigendes Stampfen mit den Füßen, was eben an diesem Mittwochabend auch das Daverdener Publikum zum Mitmachen anregte und wieder einmal deutlich vor Augen führte, dass Gospels nicht nur gesungen werden, sondern der unerschütterliche Glaube an das Evangelium hier immer auch auf körperlicher Ebene zum Ausdruck kommt. Zur musikalischen Unterstützung des aus rund 90 aktiven Mitgliedern bestehenden Chores, der überregional längst als Garant und Geheimtipp für unterhaltsame Auftritte gehandelt wird, wurden - neben einem „Trömmelchen” - zwei Gitarren und eine Orgel eingesetzt, die mit dem inspirierenden Vortrag der kleinen Kirchengemeinde Daverden eher ungewohnte Töne in das zierliche, dafür aber gerappelt volle Gotteshaus trugen und nicht zuletzt durch die sechs Soli absolut zu überzeugen wussten. Ganz klar, dass der Chor, der bereits seit 1990 begeistert zusammen musiziert und zudem ausnahmslos aus Laiendarstellern besteht, ohne mehrfache Zugabe die Kirche nicht verlassen durfte.
Am 3. Dezember wird der Chor in der Achimer St-Laurentius-Kirche singen. Auch zu diesem Konzert ist der Eintritt frei, auch hier wird man am Ausgang um eine Kollekte bitten, die, wie jetzt in Daverden, der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen zugute kommen wird.

 

 

 

Verdener Nachrichten· Fr. 19. November 2004

 


Anderthalb Stunden Balsam für die Seele

Etelser Gospelchor munter und beschwingt am

Buß- und Bettag in Daverden
Von unserer Mitarbeiterin Gitta Stahl

Langwedel-Daverden. Härtetest für den Fußboden aus Holzpodesten der St.-Sigismund-Kirche: Wie viel begeistertes Stampfen hält er aus? Die Fangemeinde des Etelser Gospelchores war angereist, um sich wieder mal anderhalb Stunden Balsam für die Seele abzuholen.
Die rund 50-köpfige Truppe, die im Landkreis ja schon fast Kultstatus genießt, stellte sich erstmals unter neuer Leitung von Hans-Joachim Schüttke vor. Nun ist der Chor ja verwöhnt, was die Qualität seiner Leitung angeht. Und wieder scheinen die Sängerinnen und Sänger einen guten Griff getan zu haben. Der ausgebildete Kirchenmusiker Schüttke, ein junger, schwungvoller Mann mit eindeutig rheinländischem Dialekt, dirigiert souverän und mitreißend, begleitet an Piano und Orgel anspruchsvoll und ist zudem ein angenehmer Moderator.
Am Mittwoch (Buß- und Bettag) lud er die Zuhörer zu einem eher bsinnlichen Konzert nach Daverden ein. Wenn das besinnlich war, wie ist dann bei den Gospelsängern munter-beschwingt? Schon mit dem Eröffnungssong „Jesus ist my salvation” straften sie jeden Gedanken an Langeweile als Irrglauben. Auch ein Blick auf das Programm hätte mit einem „Och, die Hälfte der Lieder kennen wir doch schon” enden können. Stimmt, und doch falsch. Dann, wie versprochen, kamen bekannte Stücke in neuem Arragement daher, so beispielsweise „Wade in the water” und „Amazing grace”. Auch blieb es nicht bei klassischen Gospel-Rhythmen, von Rumba über Anklänge von Samba bis zu poppigen Arrangements war alles zu hören. Wunderbar auch wieder die Ausflüge in die Film- und Musicalwelt, wie beispielsweise die Stücke „Hail Holy Queen” und als Zugabe „I will follow him”, beides aus Sister Act, sowie das ganz fantastische und viel zu selten zu hörende „Prepare ye” aus Godspell.
Bei rund der Hälfte der Lieder waren Solisten im Einsatz. So sang beispielsweise Bassist Florenz Buhrke sowohl am Anfang des Konzertes „Oh my Lord”, dann besagtes „Prepare ye”, ein sehr anspruchsvolles Lied und gemeinsam mit Dorothea Lorenz-Schümann in der zweiten Zugabe „Oh happy day”. Lorenz-Schümann war es auch, die in absoluter Stille in einem solistischen a capella einen ungewohnten Einsteg in „Amazing grace” fand, sauber, hoch, klar. An anderer Stelle bewies sie, dass sie der Alttonlage durchaus auch mächtig ist. Die schönste Bühnenpräsenz in Kombination mit guter Stimme und sauberer Intonation bot Christiane Marahrens, die sowohl bei „We will bless him” als auch bei „Shine your light” Solopartien übernahm.
Die Etelser Gospelsänger sind auch nach 14 Jahren noch ein Chor ohne Profistatus, sie sangen wie meistens, für den guten Zweck. Die Freude am Singen, die Lust auf Musik, die dieser Chor vermittelt, lässt selbst missmutigster Laune keine Chance. In diesen Konzerten herrscht ein tolles, fast familiäres Klima. Nach der dritten Zugabe kann der Chor sicher sein, auch am Freitag, 3. Dezember, in der St.-Laurentius-Kirche in Achim wieder ein begeistertes Publikum zu finden.

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung,Mo 25. August 2003

 

Bläser riefen zum Fest

Sommerfest im Schlosspark Etelsen

Feierliche Eröffnung mit Gottesdienst


Etelsen (huk) Rund um den Etelser Schlosspark war bereits am frühen Sonntagmorgen kein Parkplatz mehr zu ergattern. Zum einen liefen die Vorbereitungen für das große Sommerfest anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Schlossparkvereins Etelsen auf vollen Touren, zum anderen strömten die Gästen scharenweise zum Etelser Schloss, um die besten Plätze einzunehmen.

Pünktlich um 9.30 Uhr eröffenten die „Turmbläser“ aus Achim feierlich das Programm des Tages, indem sie die Bürger Etelsens und umzu mit ihren Trompeten und Fanfaren vom Ostbalkon des Schlosses zum Fest riefen. Eigentlich war das gar nicht mehr nötig, saßen doch zu diesem Zeitpunkt bereits rund 400 Gäste im Schlosspark vor der Westterrasse des Schlosses, um dem Gottesdienst mit Pastor Martin Beckmann beizuwohnen. Zusammen mit den tollen Liedern des Etelser Gospelchores stimmte der Gottesdienst alle Gäste so richtig auf das große Fest ein.
Nach anschließender Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Schlossparkvereins, Heinrich Struckmann, der allen Gästen herzlich für ihr Kommen dankte, stand der Geburtstagsfeier mit dem attraktiven Programm für Jung und Alt nichts mehr im Wege. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Pastor Martin Beckmann und der Etelser Gospelchor feierten mit den rund 400 Gästen einen musikalischen Gottesdienst.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 24. November 2001


Eindrucksvolle Kulisse

Konzert des Etelser Gospelchores in Thedinghauser Kirche


Thedinghausen (ha) · Mit "Freedom is coming" zog der Etelser Gospelchor in die Thedinghauser Kirche ein. Der Chor, der sich mittlerweile ein erstaunliches Renommee erarbeitet hat, hatte die eindrucksvolle Kulisse von mehreren hundert Zuhörern in die Thedinghauser Maria-Magdalena-Kirche gelockt.

Nach der Begrüßung folgte der Song "People get ready", den einst Rod Stewart sang. Beim Solo glänzten dabei Sabine Hein und Horst Skornicka. Es folgten Songs wie "Take my hand" oder "Jesus on the mainline". Schon die zehn Titel, die bis zur Pause erklangen, riefen reichlich Beifall hervor. Nach der Pause folgten Klassiker wie zum Beispiel "Amazing grace". Die Zuhörer gingen gleich bei mehreren Titeln durch rhythmisches Klatschen begeistert mit. Bei einigen Liedern wurde sogar mitgesungen. Versteht sich von selbst, dass der Chor nicht ohne Zugabe entlassen wurde. Am Ende waren sich alle Besucher einig, dass sie einen gelungenen Abend mit einem fantastischen Konzert erlebt hatten.

 

 

 

Osterholzer Kreisblatt 13.11.2001

 

Hoffen auf eine Welt voller Frieden

Gospelchor Etelsen sang zum Jubiläum
(Von unserer Mitarbeiterin Meike Döscher)


Beverstedt. "Freedom is coming" - Freiheit wird kommen - Schallte es beim Einzug des Chores durch die Beverstedter Kirche. Über 50 Sängerinnen und Sänger des Gospelchores aus Etelsen gaben im Rahmen der Festwochen zum 150-jährigen Kirchenjubiläum der Fabian-und-Sebastian-Kirche ein Konzert. In der gut besuchten Kirche erklangen Gospels und Negro-Spirituals, die Lieder der unterdrückten, schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA.

"Das sind fröhliche Gesänge zwischen tiefster Verzweiflung und froher Hoffnung, zwischen Klagen und Bitten, zwischen Trauer und Zuversicht", sagt Chorleiterin Beate Köhler. Ihr sei es wichtig, dass diese mit Freude gesungen und vor allem ihre Inhalte verstanden und weitergegeben werden.

Begleitet von zwei Gitarren, E-Bass, Harp (Mundharmonika), Keyboard und Posaune bot der Gospelchor ein breites Spektrum der traditionellen Spirituals. "People get ready", "Take my hand" und "His name will shine" überzeugten ebenso wie die von Harpsolos gekennzeichneten Songs "He will come and wsave your" und "Hold on". Dabei sind sind diese Negro-Spirituals stets ein Zusammenspiel zwischen Solo- und Chorgesang. Ein Altsolo von Kirsten Samulat beim "This little light of mine" brachte das Publikum zum Mitsingen, Klatschen und Wippen. Sie und die anderen Solisten dieses Gospelchores, dem knapp 120 Mitglieder angehören, sind ganz normale Sängerinnen und Sänger und keine ausgebildeten Profis.

Die Stimmung der swingenden, jazzigen Elemente dieser Lieder übertrug sich schnell auf das Publikum, das bei "Wade in teh water", "Sometimes I feel like a motherless child" und "Rock me in the cradel of love" kräftig applaudierte. Eingeschlichen diese amerikanischen Traditionals hat sich "Amazing Grace", dessen Verse aud dem Schottland des achten Jahrhunderts stammen und von Dorothea Lorenz-Schümann gut und sicher vorgetragen wurde. Restlos begeistert war das Publikum vom tiefen Bass Niko Schmidts beim "Go down, Moses" und "Joh Brown's body". "Was wären wir ohne unsere Instrumentalisten", erklärte Chorleiterin Beate Köhler zum Abschluss, "ihnen danken wir besonders für die tolle Begleitung". Das Publikum verabschiedete Chor und Begleitung mit anhaltendem Klatschen, Trampeln und Pfeifen und kam damit noch in den Genuss mehrerer Zugaben.

 

 

 

Wochen-Tipp, Mi 26. September 2001

 

Hoffnung in einer schweren Zeit

Konzert des Gospelchores in Oyten


Oyten. Mit dem Lied "Freedom is coming" zog der Gospelchor am 15. September singend in die Kirche in Oyten ein. Chorleiterin Beate Köhler ergriff das Mikrofon und begann anders als sonst mit folgenden Worten das Konzert: "Freedom is coming - wie kann man das singen am heutigen Tag? Wie kann man überhaupt singen in der momentanen Situation? Wir haben uns natürlich in den vergangenen Tagen auch überlegt, ob wir unser Konzert absagen sollten. Wir haben uns dann aber dafür entschieden zu musizieren und zu singen. Gerade dieses haben uns die schwarzen Sklaven vorgemacht und vorgelebt, wie man in tiefster Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit am Glauben und Vertrauen zu Gott festhalten kann und dadurch neue Hoffnung bekommt. Und sei es auf ein besseres Leben im Himmel. Diese Hoffnung hat die versklavten Menschen damals singen lassen, ja sogar tanzen und klatschen. Sie haben sich gegenseitig Mut und Trost zugesungen." Der Chor begann dann mit seinem Konzert bei dem vor allem hoffnungsvolle Lieder gesungen wurden. Gleich nach den ersten Liedern entstand eine tiefe Verbundenheit zum Publikum.

Nach einer kurzen Pause las der Oytener Pastor, Joachim Dallmeyer, einige passende Worte aus der Bibel vor und drückte damit die Gefühle der Sänger genauso aus, wie die der Zuschauer. Mit dem Lied über die wunderbare Gnade Gottes "Amazing Grace" begann der Chor die zweite Hälfte des Konzertes. Mit dem gerade in der momentanen Situation so passenem Lied "We believe" beendete der Chor das Konzert.

Zuvor übersetzte Beate Köhler den Inhalt des Liedes: "Wir glauben an eine andere Herrschaft, eine andere Welt. Wir glauben daran, dass es einen Weg zum Himmel gibt, den wir alle finden können im Vertrauen auf Gott. Lasst uns einander ins Gesicht sehen. Seht ihr nicht, dass es nur eine menschliche Rasse gibt? Warum müssen Menschen sterben, nur für den Stolz einer Nation oder Religion? Warum können wir nicht die schreienden Menschen da draußen hören? In dieser Welt voll Krieg und Hass sind wir aufgerufen, standhaft zu sein. Wie kann der Himmel die Erde berühren, wenn wir Fäuste gegeneinander ballen anstatt Gottes Liebe auszuteilen? Aber es gibt die Hoffnung auf ein neues helleres Morgen. Wir glauben an eine neuere hellere Welt."

Nachdem Pastor Dallmeyer noch ein Gebet gesprochen hatte, beteten Gemeinde und Chor gemeinsam das "Vater Unser". Spontan wurde dann noch gemeinsam "We shall overcome" gesungen, wobei sich alle fest an den Händen hielten. Aus dem Konzert wurde eigentlich ein Gottesdienst, der Sängerinnen, Sänger und Zuhörer in dieser schweren Zeit ein wenig Hoffnung gab und die Verbundenheit und Nähe untereinander sehr deutlich zum Ausdruck brachte. 

 

 

 

Pressebericht 18. März 2001

 

Begeistertes Publikum beim Gospelkonzert in Posthausen !


"Endlich" gab der Gospelchor Etelsen, unter Leitung von Beate Köhler, wieder ein Konzert in der Kirche Posthausen.
Trotz des schlechten Wetters warteten bereits eine Stunde vor Konzertbeginn die ersten Zuhörer vor der Kirche.

Das Konzert begann mit dem Gospel "Freedom is Coming" und der Funke der Begeisterung, mit dem der Chor seine Lieder singt, sprang sofort auf die ca. 270 Besucher über. Es folgten bekannte Stücke wie "Amazing Grace", "Go down Moses" und "We believe". Der Chor, begleitet von hervorragenden Instrumentalisten, gab auch einige neue Stücke zum Besten. Unter anderem den deutschsprachigen Gospel "Über Mauern". Mit stehendem Applaus wurde das letzte Lied "He`s got the whole world" bedacht. Nach einigen geforderten Zugaben verabschiedete der Chor das Publikum mit den Irischen Segenswünschen.

Da wie immer der Eintritt frei war, wurde am Ausgang um eine Spende gebeten. Der Chor stellt den gewaltigen Erlös von rund 1500,-- DM der Kirchengemeinde Posthausen, zum Erhalt der Pfarrstelle, zur Verfügung.

 

 

 

Achimer Kreisblatt 05.03.2001

 

Musik pur für guten Zweck

Benefizkonzert für Indien brachte 7200 Mark

Dank an Initiatoren


VERDEN (nie) · Außergewöhnlich, klasse, stark sind nur einige der Attribute, mit denen das begeisterte Publikum das Benefizkonzert mit Gospelchor Etelsen, Big Band Verdener Domgymnasium und "Angie and the Jazzin Daddies" in der Stadthalle Verden kommentierte.

Unterstützt von Sponsoren und mit dem Diakonischen Werk Hannover als Veranstalter hatten die Eheleute Angelika und Udo Hoffmann binnen kürzester Zeit das musikalische Spektakel zugunsten der Erdbebenopfer in Indien initiiert und 7200 Mark für die gute Sache eingenommen. 6200 Mark kamen durch die Eintrittsgelder zusammen, weitere 1000 Mark sind einer Spontanspende mehrerer Firmen zu verdanken. Weitere Personen haben noch ihre Spenden angekündigt.

"Das Geld kommt ohne Abzug den Erdbebenopfern zugute", unterstrichen Hoffmanns, die natürlich auf weitere Spenden auf das Spendenkonto 3256 bei der KSK Verden, Stichwort Erdbebenopfer Indien, hoffen.

Beim lokalen Publikum verfehlte die musikalische Symbiose von Gospel, Bigband-Sound und Jazz seine Wirkung jedenfalls nicht und über 300 Musikliebhaber waren zum Ort des Geschehens geeilt.

Als Moderator hieß VAZ-Redaktionsleiter Volkmar Koy das Publikum willkommen und dann ging es auch schon los: Insgesamt 12 Songs hatte zunächst der Gospelchor Etelsen mitgebracht, der die erste Stunde musikalische Power versprühte. Es wurde geklatscht, geschnippt und gewippt, aber es gab auch zahlreiche ruhige Momente, in denen die Zuhörer sich von dem äußerst stimmigen Chor von Hoffnung und Glauben erzählen ließen.

Nach einer kurzen Umbauphase kamen "Angie" und ihre "Jazzin`Daddies" musikalisch zum Zug. Mit ungebremster Begeisterung zog das Publikum mit und schnippte und wippte im Takt der Musik. Die Atmosphäre war mitreißend. Die Band bot einen kraftvollen, ursprünglichen Jazz und ließ "ihre Stunde" von Beginn an zu einem puren Genuss werden.

Auch beim erneuten Wechsel der Bands ließ das Publikum nicht locker und der Begeisterungsfunke sprang zur Big Band des Domgymnasiums über. Derart angeheizt liefen auch die Musiker zur Bestform auf. Fazit: Eine unterhaltsame Musikgala, die unter positiveren Vorzeichen nach einer Wiederholung ruft.

 

 

 

Sonntagstip 04.03.2001

 

7.200 Mark Hilfe für Not in Indien

Konzert für Opfer des Erdbebens
(von Christel Niemann)


VERDEN. Helfen macht Freu(n)de. Die Benefizveranstaltung zu Gunsten der Erdbebenopfer in Indien am Freitagabend in der Stadthalle Verden hat auf Anhieb 7.200 Mark in die Spendenkasse gebracht. "Der nächtliche Kassensturz hat Eintrittsgelder in Höhe von 6.200 Mark erbracht. Eine Spende der Firmengemeinschaft Reinhard Stelter, Likedeeler, copyAllerart, Andreas Holtz Lichttechnik und Landhaus Klose brachte weitere 1.000 Mark in die Spendenkasse und weitere Gelder wurden uns anvisiert", freuen sich Angelika und Udo Hoffmann auf deren Idee das gemeinnützige Konzert basierte.

Innerhalb von zwei Wochen haben die Eheleute das bühnenreife Spektakel initiiert und neben der eigenen Band "Angie & the Jazzinn`Daddies" auch den Gospelchor Etelsen sowie die Big Band des Verdener Domgymnasiums für den musikalischen Background gewonnen. Eine tolle Idee, wie der Abend bewies, denn jeder für sich brachte die Stadthalle zum Beben und riss die 310 zahlenden Gäste zu Begeisterungsstürmen hin.

"In der Not musste man einfach helfen, schnell und unspektakulär", bekräftigen Hoffmanns ihr Engagement. Dankbar sind sie natürlich allen, die sich aktiv am Konzert beteiligten, aber auch hinter den Kulissen haben sich viele als engagierte Sponsoren bewährt.

"Eine klasse Gemeinschaftsleistung wurde vollbracht", unterstrich auch VAZ-Redaktionsleiter Volkmar Koy, der Moderator des Abends. Er verdeutlichte außerdem nochmals, dass die Gesamteinnahmen aus dem Konzert ohne Abzug der guten Sache zugute kommt. Nach wie vor wird jede Mark gebraucht, denn in einer der größten Naturkatastrophen der Neuzeit verloren mehr Menschen, als unsere Kreisstadt Einwohner zählt, innerhalb weniger Sekunden ihr Leben. In der gesamten indischen Marmara-Region, flächenmäßig vergleichbar mit dem Staate Dänemark, verloren zehntausende von Menschen innerhalb weniger Sekunden Famililenangehörige und allen Besitz. Von einem Moment auf den anderen existierten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung oder der Bildung nicht mehr.

Das Ausmaß der Zerstörung erfordert auch heute noch Hilfe in hohem Maße. Insbesondere beim Wiederaufbau der völlig zerstörten Infrastruktur und hier vorrangig der medizinischen Versorgung zu helfen, haben die Initiatoren zum Ziel der Benefizveranstaltung erklärt.

 

 

 

Weserkurier 04.03.2001

 

Tolle Musik für guten Zweck

Benefizkonzert für indische Erdbebenopfer brachte

über 7000 Mark


Verden. Eine Zugabe, noch eine Zugabe und immer noch eine - das Publikum in der Verdener Stadthalle konnte am Freitagabend nicht genug bekommen. Als das Benefizkonzert zugunsten der indischen Erdbebenopfer schließlich doch zu Ende ging, war es bereits nach Mitternacht. Nicht nur die Stimmung bei Musikern und Besuchern war großartig auch der finanzielle Ertrag des Abends unter dem Motto "Wir werden gebraucht" kann sich sehen lassen. Eine Gruppe junger Geschäftsleute entschloss sich noch während des Konzerts, 1000 Mark beizusteuern. Die Initiatoren bezifferten den Erlös gestern auf über 7000 Mark. Sie wollen das Geld umgehend an das Diakonische Werk überweisen, damit es so schnell wie möglich zum Wiederaufbau der notleidenden Region auf dem Subkontinent genutzt werden kann.

Auch musikalisch ließ das Konzert in der nicht ganz ausverkauften Stadthalle keine Wünsche offen. Zum Auftakt rissen die 80 Sängerinnen und Sänger des Gospelchors Etelsen das Publikum mit. Die vitalen Songs, schwungvoll dargeboten, brachten auch ungläubige Gemüter in Wallung - ein Heidenspaß mit Christenmusik.

Angie und die Jazzin`Daddies ließen es dann so richtig swingen. Nach dem Erfolgsrezept des Gospelchors verwöhnten sie die Zuhörer mit bekannten Ohrwürmern wie "Fly me to the Moon" oder Cole Porters "Night and Day". Sobald Eckfrid v. Knobelsdorff, Jazz-Urgestein aus Bremen, auch nur die Trompete ansetzte, brandete schon der Beifall auf. Von soviel Stimmung beflügelt, meisterte Angelika Hoffmann ("Angie") selbst die kühnsten stimmlichen Improvisationen. Sie bekam an diesem Abend nicht allein als Musikerin verdienten Applaus: Von ihr und ihrem Ehemann Udo stammt die Idee zu dem Benefizkonzert. Unterstützt von Jazzin`Daddy Gerold Leukel und etlichen Sponsoren (darunter auch diese Zeitung) haben sie es in wenigen Wochen auf die Beine gestellt.

Als zum Abschluss die Big Band des Domgymnasiums in Aktion trat, war es schon 23 Uhr nicht gerade die beste Voraussetzung für einen weiteren Höhepunkt. Obendrein kamen die Musikerinnen und Musiker direkt von einem Auftritt bei der Kreishandwerkerschaft. Doch das Unwahrscheinliche gelang: Angefeuert von ihrer temperamentvollen Leiterin Susanne Shehata, lief die Band zu solcher Form auf, dass das Publikum immer noch mehr verlangte.

Das Publikum war denn auch ein weiterer Pluspunkt des Marathonkonzerts für den guten Zweck. Fast fünf Stunden ging es begeistert mit. "Wirklich fantastische Zuhörer", schwärmte nicht nur Sängerin Angie.

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung, 23. Januar 2001

 

Zuhörer waren regelrecht hingerissen

Gospelchor Etelsen begeisterte in Dörverden mit einem musikalischen Lichtblick im Winter


DÖRVERDEN (nie) · Gospel, das bedeutet für viele üppige Frauen und Männer, die in langen Gewändern, mit großen ausdrucksvollen Stimmen, swingend und klatschend ihren Gott besingen, die aber die jedem Falle eines sind, nämlich schwarz.

Denn Gospel ist der Gesang der Schwarzen. Seinen Ursprung hat er in Afrika, und für die Sklaven in den Südstaaten Amerikas war der Gospelgesang Ausdruck von immensen Glauben und Lebenswillen, der sie die Demütigungen und Unterdrückungen ertragen ließ.

Im tiefen Glauben an ihren Gott sangen sie für die Freiheit, denn die Inhalte der Lieder haben immer einen gemeinsamen Nenner: das Lobpreisen Gottes. Das stand auch im Mittelpunkt des jüngsten Konzertes des Gospelchor Etelsen in der Kirche in Dörverden. Mit einem umfangreichen Programm (über 20 Stücke!) begeisterten die Sänger ihre Zuhörer, die in großer Zahl den Weg in die Kirche gefunden hatten.

Nach dem singenden und klatschenden Einzug der Sänger und einer kurzen Begrüßung durch Pastor Paulus zeigte der Chor, unter der Leitung vorn Beate Köhler, dass man nicht unbedingt schwarz sein muss, um das Gefühl des Gospelgesanges zu vermitteln. Es wurde geklatscht, geschnippt und gewippt, aber es gab auch zahlreiche ruhige Momente, in denen die Zuhörer sich von dem äußerst stimmigen Chor von Hoffnung und Glauben erzählen ließen.

An dieser Stelle sei auch auf die hervorragende Textverständlichkeit der Sänger und der Solisten hingewiesen, die instrumental ausgezeichnet von Florenz Buhrke (Gitarre), Riccardo Costa (Gitarre), Klaus Grossert (Harp), Ursula Köhler (Querflöte), Mirja Scholl (Klavier), Marco Ringe (E-Bass), Horst Skornika (Posaune) begleitet wurden. Natürlich gab es auch viele bekannte Stücke.

Doch in allen Liedern fand das Leben mit Jesus seinen Spiegel, gleich ob in "Nobody knows the trouble I`ve seen", "Amazing grace" oder "I will follow him". Insgesamt bewies der Gospelchor einmal mehr, dass er musikalisch keineswegs festgelegt ist und über hervorragende Modulation, Dynamik, Textklarheit und Rhythmusgefühl verfügt.

Das Auditorium zeigte sich hingerissen, ehrte die Sänger durch spontane Begeisterung und Standing ovations und bedankte sich überschwänglich für diesen musikalischen Lichtblick in dunkler Zeit.

 

 

 

Delmenhorster Kurier - "dies & das" 12.2000

 

Gospelchor Etelsen: 2100 Mark für Hospizdienst

 

Die Düsternorter Zwölf-Apostel-Kirche war mit rund 400 Besuchern rappelvoll. Der Etelser Gospelchor (Foto) verbreitete vielstimmig und von Instrumentalisten begleitet Riesenstimmung im Kirchenschiff. Und die Zuhörer sparten weder mit Beifall noch mit Spenden für den Hospizdienst.

"Das war eine richtig tolle Sache", berichtete gestern auch deren Vorsitzende, Maike Julemann Dank aller Beteiligten kamen rund 2100 Mark für die ehrenamtlich tätigen Begleiter von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Familienangehörigen zusammen.

 

Verdener-Aller-Zeitung vom 17. Juni 2000

 

Verdener-Aller-Zeitung,17. Juni 2000

 

Gospelchor feiert sein 10-jähriges Bestehen

"Kein Versuch, Schwarze nachzuahmen"


ETELSEN · Es war einmal ein Gitarrenkreis - und das ist kein Märchen - der Gospels nicht nur spielen sondern auch singen wollte. Das war vor genau zehn Jahren und aus dem singenden Gitarrenkreis in der ev.-luth. Kirchengemeinde Etelsen wurde ein Chor, der schnell größer wurde.

Gitarrenkreisleiterin Beate Köhler, die während ihres Studiums eine klassische Chorleiterausbildung ablegte, nahm sich mit ihrer optimistischen Art der Aufgabe an, einen Gospelchor auf die Beine zu stellen und zu leiten.

Heute stehen in dem Chor 14-jährige neben 60-jährigen und singen voller Begeisterung, begleitet von einigen Instrumentalisten. An der wöchentlichen Probenarbeit nehmen über 100 Sängerinnen und Sänger teil.

Gospels sind ursprünglich die Lieder der schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA, die aus Afrika dorthin verschleppt - lange Zeit grausam unterdrückt wurden. Gospels sind Lieder aus der Unterdrückung gegen die Unterdrückung und dabei getragen von der Hoffnung auf eine Welt voller Frieden und Gerechtigkeit.

Der Etelser Chor fände es unglaubwürdig und unpassend zu versuchen, schwarze Sängerinnen und Sänger nachzuahmen.

Das könnte auch gar nicht gelingen, da man zu wenig von dem Gefühl versteht, das die schwarzen Sänger und Sängerinnen in ihre Lieder hineinlegen, ist man sich im Chor einig.

Aber man singt die Lieder als eigene Lieder weil die Sängerinnen und Sänger Spaß an dieser Art von Musik haben und es ihnen wichtig ist, die Inhalte der Lieder weiterzugeben.

Die Konzerte des Chores, der mittlerweile weit über die Grenzen des Kreises Verden hinaus bekannt ist, sind fast ausschließlich Benefizkonzerte, derer Erlöse wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt werden. So konnte man vor kurzem 2.600 DM für Aidswaisen in Äthiopien spenden.

Zu sehr schönen Erlebnissen des Chores gehörte sicher auch ein Auftritt beim Treffen der "AA" 1996 vor über 3000 Zuhörern in der Stadthalle Bremen, oder ein Konzert 1998 in Dresden, wo man zusammen mit Sachsens Ministerpräsident Dr. Kurt Biedenkopf auf ein und derselben Bühne stand. Viel Spaß hatte man auch auf einer dreitägigen Konzertreise nach Tübingen.

Sein 10-jähriges Jubiläum feiert der Gospelchor übrigens heute mit einer Riverbootparty. Die Fans des Chores müssen auch nicht mehr allzu lang auf den nächsten Auftritt der Etelser Gospelsänger warten. Am 8. Juli ist der Chor ab 19 Uhr in der Daverdener St. Sigismund-Kirche zu erleben.

 

 

 

Verdener Nachrichten Juni 2000

 

Gospel-Musik ist der gemeinsame Nenner

Chor aus Etelsen feiert zehnjähriges Bestehen
Chorleiterin reist wöchentlich aus Peine an

 


von unserer Mitarbeiterin Kathrin Siegmann


Langwedel. "Take my hand, I will follow if you come and take my hand", schallt es begleitet von zwei Gitarren und einem E-Bass aus mehr als hundert Kehlen. Völlig ausgefüllt von den kraftvollen Stimmen ist der Raum, in dem die Probe des Gospelchores Etelsen stattfindet. Obwohl viele Chormitglieder einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich haben, ist beim Singen von Müdigkeit nichts zu spüren. "Das ist eine angenehme Anstrengung", meint Martina Schleemann aus Achim-Baden. Auch Meike Schubert kann bei der Probe allen Stress vergessen. "Ich komme jedes Mal völlig erleichtert und gelöst aus dem Gemeindehaus", sagt sie.

Angefangen hat alles vor zehn Jahren mit dem Gitarrenkreis des damaligen Etelser Pastors Wolf-D. Köhler. Bald wollten die Musiker Gospels nicht nur auf der Gitarre nachspielen, sondern auch singen. Pastorengattin Beate Köhler übernahm die Chorleitung - der Gospelchor Etelsen war geboren.

Heute proben mehr als hundert Sängerinnen und Sänger im Gemeindehaus Etelsen. Sie stehen während der Proben nicht stramm, sondern schnipsen und wippen im Takt von Liedern wie "He`s got the whole world", "O happy day" oder "We believe". "Es ist toll, dass es hier so locker zugeht", findet Britta Pawlowski. Da wird auch mal gelacht, wenn der Chor den richtigen Ton noch nicht trifft oder jemand den Text nicht kann. "

Wenn aber beim Konzert der Solist seinen Text vergisst, leidet der ganze Chor mit", sagt Meike Schubert. Zum Glück passiert das selten: Der Chor hat Bühnenerfahrung. In den vergangenen zehn Jahren hat der Gospelchor Etelsen schon in der Bremer Stadthalle gesungen und Konzertreisen nach Polen, Dresden und Tübingen unternommen - im Doppeldeckerbus. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl, genauso wie die Chorwochenenden, die zweimal im Jahr stattfinden. "Da proben wir manchmal bis zu acht Stunden am Tag", erzählt Bernhard Probst. Gospels singen macht offensichtlich süchtig. "Es kann passieren, dass wir nach einem anstrengenden und langen Konzert einfach nicht aufhören können zu singen, und dann noch zwei Stunden zusammen Musik machen", sagt Beate Köhler. Wie alle Chormitglieder wird sie beim Singen von der Musik gepackt und geht vollkommen darin auf. Mit strahlendem Lächeln im Gesicht leitet sie die Chorprobe und steigt zum Dirigieren auch mal auf einen Stuhl.

Im Gospelchor sind alle Altersgruppen von 14 bis 60 Jahren und unterschiedlicher Berufe vertreten. Musik ist der gemeinsame Nenner. Und der Chor wächst weiter. Allerdings singen vor allem Frauen im Gospelchor, Männer sind in der Minderheit. Dringend gesucht werden außerdem weitere Gitarristen. "Wenn einige Sänger fehlen merkt das keiner. Aber wenn ein Gitarrist nicht da ist, ist das fatal", erklärt Beate Köhler. Zur Probe kommt sie jede Woche extra aus Peine. Dorthin ist die Chorleiterin vor einem Jahr mit ihrer Familie umgezogen. "Für diesen tollen Chor nehme ich die rund zwei Stunden Fahrzeit gern in Kauf" sagt sie lächelnd.

Wer sich persönlich von der Stimmgewalt des Gospelchors Etelsen überzeugen möchte, kann das am Sonnabend, 8. Juli, um 19 Uhr in der Sigismund-Kirche Daverden. Vorher allerdings feiert der Gospelchor sein 10-jähriges Bestehen mit einer Riverboatparty. Dann steigen über der Weser Gospelklänge zum Himmel. Weitere Informationen über den Chor gibt es bei Beate Köhler unter Telefon 0 51 71 / 99 74 44.

 

 

 

Peiner Zeitung April 2000

 

Ergreifend: Gospel-Chor Etelsen sang in Peine

Gefühlvolle Spirituals sorgten für Gänsehaut

 

PEINE (gar) "We believe" - unter diesem Motto stand der Auftritt des Gospelchors aus Etelsen bei Bremen, der jetzt in der St.-Jakobi-Kirche in Peine zu sehen und zu hören war. Geleitet wird der Chor von Beate Köhler, der Frau des Peiner Superintendenten Wolf-Dietrich Köhler.

Das rund 100 Mitglieder zählende Ensemble begeisterte das zahlreiche Publikum mit gekonnt vorgetragenen Gospels und Spirituals. Es gab bekannte Songs wie "O when the Saints" und "Sometimes I feel like a motherless Child", aber auch weniger populäre Stücke zu hören. Begleitet wurden die Sänger von Instrumentalisten an Gitarre, Bass, Harp, Saxophon und Posaune.

Gospelsongs wurden ursprünglich von schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA gesungen, erklärte Beate Köhler. Die Stücke seien geprägt von einem starken Gottesglauben und von der Hoffnung an ein besseres Leben nach dem Tod. Noch heute seien Gospels ein fester Bestandteil in den Gottesdiensten der Schwarzen.

Besonders ergreifend war das von Dorothea Lorenz-Schümann vorgetragene Solo bei dem Song "Amazing Grace". Und Christiane Marahrens sorgte mit "We believe" für Gänsehaut beim Publikum. Doch auch die Zuschauer durften ihre Sangeskünste unter Beweis stellen und gemeinsam mit dem Chor "Michael row" und "We shall overcome" zum Besten geben.

Der Gospelchor aus Etelsen existiert seit mehr als zehn Jahren. Er hat bereis drei CDs eingespielt. Mittlerweile sind die Sängerinnen und Sänger weit über Bremen hinaus bekannt. Damit die Stimmen nicht einrosten, wird wöchentlich geprobt, fast jeden Monat steht ein Auftritt auf dem Programm.

Nach dem letzten Song "He's got the whole world" gab der Chor noch drei Zugaben. Spontan übernahm Wolf-D. Köhler dabei eine Solistenrolle und gab "O Happy Day" zum Besten: Tosender Applaus. Der Erlös aus dem Kartenverkauf kommt der Mogilev-Kinderferienaktion und der St-Jakobi-Kirche zugute.

 

 

Peiner Zeitung, 11. April 2000

 

St.-Jakobi-Kirche / Gospelchor Etelsen

begeisterte unter Leitung von Beate Köhler

Ausstrahlung wurde hörbar: Beseelter und lockerer Gesang

 

Peine (di). Sie kamen, sangen und zündeten. Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores aus Etelsen verschafften sich Zugang zu den Herzen der Zuhörer. Der Funke sprang über; nicht gleich auf Anhieb, doch dauerte die Phase des zurückhaltenden Hineinhörens nicht lange. Bald standen die Menschen in der gut besetzten Jakobi-Kirche auf, reichten sich die Hände und gerieten swingend in Bewegung. Und als es später an die Zugaben ging, strahlte Chorleiterin Beate Köhler noch ein wenig mehr als sonst und bekannte: "So haben wir uns das erhofft."

Der Chor sang unglaublich motiviert und locker, und die Dirigentin hatte ihn mit sparsamsten Gesten fest im Griff. Es wurde mit Herz und Seele gesungen, oft rieben sich die Stimmgruppen so eng aneinander, dass es knisterte. Ausstrahlung und Fröhlichkeit wurde hörbar.

Prägnanz der Einsätze, Beweglichkeit, ja Geschmeidigkeit in den Nuancen des Tempos und der Lautstärke und solistische Leistungen verdienen höchsten Respekt, und dann setzte dieses Ensemble, von dem man kaum glaubt, dass es aus Laien besteht, noch eins drauf, nämlich Beseeltheit und Anteilnahme aus dem Inneren.

Die Gäste trugen bekannte Gospels und Spirituals in modernen Sätzen vor, wobei sie vor hohen Schwierigkeitsgraden ("Little David") nicht zurückschreckten. Durch Beteiligung der kongenialen Instrumentalgruppe und den Einsatz unterschiedlicher Solistengruppen gewann der Nachmittag an Farbigkeit. Ohne die Leistung der übrigen Solisten schmälern zu wollen, sei der Gesang von Christiane Marahrens ("We believe" und "He's got the whole world") erwähnt. Das war so ausdrucksstark, wie man es von einer Weißen eher nicht erwartet.

Und als der Jubel fast keine Grenzen mehr kannte, sagte die Dirigentin den Peiner Superintendent als Solisten an, und ihr Mann, Dr. Wolf-Dietrich Köhler, trug mit Hingabe "O, happy day" vor.

Der Chor aus Etelsen, dem bisherigen Wirkungsort der Familie Köhler, schaffte bei diesem Konzert mehr, als nur in erstklassiger und eigenständiger Weise Gospels und Spirituals vorzutragen, er wirkte gemeinschafts- und gemeindebildend. Der Musik gelang es einmal mehr, Menschen in gemeinsamem Hören und Fühlen zusammenzuführen.

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung,15. Februar 2000

 

Gospelchor sang für Aids-Waisen

Benefizkonzert in der Verdener St. Andreaskirche
Erlös geht nach Äthiopien / Vortrag über Hilfsprojekt


VERDEN (nie) · Beim jüngsten Konzert des Gospelchores Etelsen in der Verdener St. Andreaskirche stand nicht allein die Musik im Vordergrund. Der überregional erfolgreiche Chor hatte sich nämlich in den Dienst der guten Sache gestellt und ein gemeinnütziges Konzert zugunsten der Kinder-Aishilfe organisiert.

Das Publikum wusste die Musik zu genießen und den Zweck zu honorieren: Die Kirche war bis auf den letzten Winkel besetzt und der Erlös des Konzertes reicht mit 2.590,60 Mark aus, um in Äthiopien ein Haus für Aids-Waisen einzurichten.

Nachdem der Gospelchor das Publikum mit zwei Liedern auf das weitere Geschehen eingestimmt hatte, nutzte Gabriele Hirte aus Völkersen die Möglichkeit, den Besuchern das Hilfsprojekt im Detail vorzustellen. Die Pastorenfrau bedankte sich zunächst für die Bereitschaft des Chores, kostenlos zu singen und so das besondere Vorhaben, Häuser für Aidsweisen in Äthiopien zu bauen, ganz entscheidend zu unterstützen.

Hirte sprach von ihren Kontakten zu der Diakonisse Annemarie Weseloh, die über 40 Jahre im äthiopischen Nekemte tätig war.

Diese habe von den Aidswaisenkindern erzählt, die oft selbst mit dem Virus infiziert sind und weder Unterkunft noch eine Versorgung erhalten. Laut Hirte kostet ein altes Haus mit Land zum Gemüseanbau 2.500 Mark.

Inzwischen ist sie unermüdlich im Einsatz, Spenden für weitere Aidswaisenhäuser zu sammeln. Im Verlauf ihrer Ausführungen zeigte sie sich überzeugt, dass das Geld auch an die richtige Adresse gelange.

Schwester Annemarie, die auch liebevoll "Sister Aids" genannt wird, kümmert sich vor Ort um den Kauf der Häuser, um die erste Versorgung der Kinder und beschäftigt Aidsinfizierte in Webereien und ähnlichen Werkstätten. Anhand von Dias konnten die Konzertbesucher weitere Eindrücke von dem Projekt gewinnen.

Außerdem machten die Bilder deutlich, wie schön und fruchtbar das heute zweitärmste Land der Erde einst gewesen ist. "Die Armut ist nicht naturbedingt. Das Land wurde durch die immer wieder aufflammenden Bürgerkriege vernichtet", so Hirte.

Seit 1991 gibt es eine Rebellenregierung, die das ganze Land beherrscht. Hirte: "Sie nehmen den Menschen Hab und Gut und rekrutieren Kinder als Soldaten für den Krieg gegen Eritrea." Die Soldaten verbreiten außerdem das Aidsvirus. Hirte prangerte auch an, dass die Regierung das Aidsproblem immer ignoriert habe. Schwester Annemarie habe in dieser Hinsicht wichtige Aufklärungsarbeit geleistet.

 

 

 

Verdener Nachrichten, 15. Februar 2000

 

2.590 Mark für Aids-Waisen in Äthiopien

Benefizkonzert des Gospelchores Etelsen

in der Andreaskirche
Publikum in Bewegung gebracht

 


Von unserer Mitarbeiterin Susanne Ehrlich


 

Verden. Aus allen Nähten platzte die Andreaskirche am Sonnabend beim Benefiz-Konzert des Gospelchores Etelsen, doch obwohl neben einem überaus stimmkräftigen Chor auch Posaune und Saxophon mitmischten, hielten die Mauern selbst dem machtvollen Sound von "Joshua Fit the Battle of Jericho" stand. In heftige Bewegung gerieten allerdings die 200 Besucher des Konzertes, die ordentlich mitgingen und ihrer Begeisterung immer wieder lautstarken Ausdruck verliehen. Auf Initiative des Frauenkreises Völkersen, der der Domgemeinde III angehört, sollte auf diese Weise Geld für Aids-Waisen in dem äthiopischen Dorf Nkempte aufgebracht werden (wir berichteten). Für sie werden Hütten errichtet und mit dem Notwendigsten ausgestattet; damit sie in Geschwistergruppen sicher leben können. Während des Konzertes wurden immer wieder eindrucksvolle Bilder aus dem Lebensumfeld der Äthiopischen Waisenkinder an die Wand projiziert. Sehr gut passten diese Bilder zu den Liedern von Not und Unterdrückung, Lebensmut und Glaubenskraft, die, von den schwarzen Sklaven der amerikanischen Südstaaten erdacht, längst in aller Welt gesungen werden. Chorleiterin Beate Köhler und ihre Sängerinnen und Sänger haben nicht den Ehrgeiz, möglichst "original" zu klingen, schwarze Gospelsänger nachzuahmen oder deren Show zu übernehmen. Sie haben der Musik ihre musikalische Eigenart aufgeprägt - und was dabei an Atmosphäre, echter Fröhlichkeit und mitreißender Musikalität herauskommt, ist selbst für ein Gospelkonzert außergewöhnlich. Seit seiner Gründung vor 10 Jahren ist der Chor auf 120 Mitglieder zwischen 13 und 60 Jahren angewachsen. Auch wenn davon "nur" 90 zum Konzert kommen: "Die Chorräume der Kirchen werden langsam zu eng", verriet Beate Köhler ein Problem dieser sonst so erfreulichen Entwicklung. Dass in Etelsen und umzu musikalische Geheimtipps gedeihen, wissen auch die Fans von "Kuschelfolk". Die Hobby-Vollblutmusiker Klaus Grossert (Blues-Harp) und Horst Skornicka (Posaune und Sologesang) sind dem Chor freundschaftlich verbunden und ein großer Gewinn für Ausdruck und Vielfarbigkeit des Konzertes, ebenso wie die Gitarristen Riccardo Costa und Florenz Buhrke, Bassist Marco Ringe und Saxophonist und Sänger Oliver Nowarra. Gospelmusik mit derart meisterhaft gestalteten Blueselementen zu mischen, ist eine großartige Idee. Wenn dann auch noch so viele tolle Gesangssoli aus den Reihen des Chores erklingen, dass der Eindruck entsteht, als seien hier lauter ausgebildete Stimmen beteiligt, dann ist das für einen reinen Laienchor schon eine große Sache. Die Ausdrucksmöglichkeiten der Gospelsänger waren unerschöpflich: Ob wunderbar voluminöser Background-Chor; aus dem die Soli herauswuchsen, ob bluesige Vorspiele von vibrierender Energie mit einem entsprechend weichen Timbre des Gesanges, ob aufbrausende Crescendi, die von der hervorragenden Dynamik des Chores zeugten, ob kraftvolle Unisono-Strophen oder kunstvoll gesetzte Vielstimmigkeit, in der das erstaunliche Stimmpotential der Sänger sich voll entfalten konnte - Chor und Leiterin erwiesen sich als Alleskönner. Begeisternd waren auch die meisterhaften a cappella gesungenen oder instrumental begleiteten Liedsätze der Sologruppe mit wechselnden Solisten, in denen die Handlung der Bibelgeschichten um Elia oder Moses eindrucksvoll nachempfunden war. Zum Abheben schließlich waren die Soli von Christiane Marahrens, die mit naturgewachsener Stimmgewalt einer Whitney Houston wenig nachstand und das Publikum vor Begeisterung zum Trampeln und Schreien brachte. Nach mehreren Zugaben endete das Konzert mit einem irischen Segenswunsch, mit dem die Sänger Hand in Hand ins Publikum zogen. Vollkommen ging da der Wunsch von Diakonin Gabriele Hirte in Erfüllung, das Publikum möge die Freude, die dieses Konzert bringe, in seinem Herzen mit nach Hause nehmen. Dafür ließ man etwas anderes zurück, nämlich jede Menge raschelnde Geldscheine. Über 2.590 Mark können sich die Etelser Sänger, Gabriele Hirte und ihr Frauenkreis, vor allem aber die äthiopischen Waisenkinder freuen, die schon bald direkte Hilfe bekommen werden.

 

 

 

 

Nordsee-Zeitung "Stadtanzeiger", 23. November 1999

 

"O happy day" ist unvermeidlich

Chor Etelsen singt Gospels in Beverstedt


Beverstedt. Der Gospelchor Etelsen hatte einen großen Auftritt in der Fabian-und-Sebastian-Kirche in Beverstedt. Das Gastspiel war eine Benefizveranstaltung. Der Auftritt des Chors mit mehr als 80 Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten zog so viele Zuhörer an, dass die Sitzplätze in der Kirche nicht ausreichten. Es wurden zusätzliche Stühle aufgestellt.

Gospels sind in den Gottesdiensten der farbigen Amerikaner entstanden. Die Chormitglieder fänden es aber unglaubwürdig und unpassend, wenn sie versuchten, schwarze Sänger nachzuahmen. Der gottesdienstliche Charakter der Musik stehe aber weiter im Vordergrund, die Lieder "sind getragen von der Gewissheit, dass Gottes Macht weiter reicht als der Tod".

Nach anfänglicher Zurückhaltung der Zuhörer und verhaltenem Start des Chors sprang der Funke über. Die Leiterin Beate Köhler verstand es, Chor, Solisten und Instrumentalisten mit Engagement, Temperament und Freude im Laufe des Abends in Hochform zu bringen. Der Chor Etelsen besteht aus jungen und älteren Mitstreitern, die harmonisch und mit klaren Stimmen die Chorsätze vortrugen. Eindrucksvoll waren die Solisten, und die Instrumentalisten überzeugten ebenfalls.

Durch die unkonventionelle Art, aus unterschiedlichen Richtungen auf die Bühne zu gehen und dabei zu singen, knüpften die Sänger ersten Kontakt zum Publikum. Bei "O when the saints" bewegten viele Zuhörer sich schon leicht im Takt.

Bei der Aufforderung der Dirigentin, zwei bekannte Stücke miteinander zu singen, hatten die Frauen mehr Mut als die Männer. Mit dem letzten Lied vor der Pause "He will come an save you" waren die Zuhörer endgültig gewonnen.

Im zweiten Teil des Konzerts wurden dann viele bekannte Gospels vorgetragen - begeistert vom Publikum durch Mitklatschen und Fußtrampeln honoriert. Unbehagen machte sich erst am Ende breit: Es fehlte doch noch der absolute Gospel-Klassiker, das Muss jedes Gospel-Konzerts: "O happy day" - diesmal als erste von drei Zugaben.

 

 

 

22. November 1999

 

Stimmgewaltiger Gospelchor begeistert Publikum

 

Die Sitzbänke in der Fabian-und-Sebastian-Kirche in Beverstedt reichten nicht aus, als am Sonnabendabend der Gospelchor Etelsen mit 80 Sängerinnen und Sängern das Publikum verzauberte. Mit solch einer Resonanz hatte offenbar niemand gerechnet. Kurzerhand wurden noch Stühle aufgestellt.

Zunächst kamen die Zuhörer allerdings nur sehr langsam in Stimmung .Der Grund: Viele der im ersten Konzertteil vorgetragenen Stücke waren weniger bekannt. Nach der Pause lief dann nicht nur der Chor zu Höchstform auf. Die Zuhörer gingen begeistert mit, klatschten im Takt oder schlugen den Rhythmus mit den Füßen.

Mit Sonderapplaus belohnt wurden immer wieder die Vorsänger - auf unserem Foto Horst Skornicka - und die Instrumentalgruppe, die Musik vom Feinsten bot. Erst nach zahlreichen Zugaben durfte sich schließlich der Chor von seinem begeisterten Publikum verabschieden.

 

 

 

Verdener-Aller-Zeitung, 13. September 1996

 

"Sofort Anschluß gefunden"

Nach sechs Jahren: Etelser Gospelchor zählt

mehr als 90 Mitglieder


Etelsen (cw). Großen Zuspruch findet der seit fast sechs Jahren existierende Etelser Gospelchor. Mittlerweile nehmen über 90 Sängerinnen und Sänger regelmäßig an den Proben teil. "Gospels" oder "Spirituals" sind ursprünglich die Lieder der in die Südstaaten der USA verschleppten schwarzen Sklaven. Diese Gesangsstücke, so der Etelser Pastor Wolf-D. Köhler, seien ein eindrückliches Zeugnis davon, daß die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode die Kraft geben kann, Leid zu ertragen und zu überwinden.

Anfangs nahm der Chor mit nur einigen Liedern an den Abendgottesdiensten teil, doch nach der stetigen Vergrößerung des Repertoires konnten regelrechte Gospelgottesdienste und Gospelkonzerte stattfinden. Das Durchschnittsalter der singenden Mitglieder liegt zwischen 30 und 40 Jahren, zur Hälfte kommen sie aus der Etelser Kirchengemeinde, der Rest reist zu den Proben aus dem ganzen Kreisgebiet an. Interessant ist, daß der Chor viele Mitglieder hat, die eigentlich keine Kirchgänger sind.

Für die Sängerinnen und Sänger ist der Gospelchor reines Hobby. Zu Konzerten in anderen Gemeinden werden Fahrgemeinschaften organisiert, denn gegen eine Kollekte gibt der Chor sein Können auch außerhalb Etelsens zum besten. Den Empfänger des Erlöses bestimmt die jeweilige Kirchengemeinde.

Eine junge Sängerin lobt die zwischenmenschlichen Kontakte, die durch die große Chorgemeinschaft entstehen. "Ich bin vor kurzem erst in diese Gegend gezogen und habe über den Chor sofort Anschluß gefunden", sagt sie. Das Singen mache ihr Spaß, und besonders beeindruckend sei für sie der Auftritt im letzten Jahr vor 4.000 Mitgliedern der Anonymen Alkoholiker in der Stadthalle Bremen gewesen.

Klaus Grossert aus Etelsen begleitet neben den zwei Gitarristen die Singenden mit der Mundharmonika. Das Musizieren in der Gruppe sei ein angenehmer Freizeitausgleich, meint er, und als Bluesfan finde er seinen Lieblingsmusikstil in den alten "Gospels" wieder.

Chorleiterin Beate Köhler hat die Gruppe fest im Griff. Wenn sich zur Probe im Gemeindehaus alle eingefunden haben, bringt sie mit einem kräftigen Zischen Ruhe in den großen Raum. Wirklich beeindruckend ist, was dann folgt: Die Stimmen von 90 Sängerinnen und Sängern erheben sich zum ersten Lied und hinterlassen augenblicklich einen bleibenden Eindruck.

 

 

 

LR (Lausitzer Rundschau) 31. Mai 1994

 

Mit Rhythmus und Gefühl

Gospelsongs und Spirituals vor dem Altar füllten

die Kirchenbänke


Niesky (zn). Die Kirchen in Deutschland klagen über abnehmende Mitglieder- und damit auch Besucherzahlen ihrer Gottesdienste. Man müsse sich etwas einfallen lassen, um vor allem Jugendliche wieder in die "heiligen Stätten des Herrn" zu bekommen. Die Führung der Nieskyer Evangelischen Kirche hat dabei in letzter Zeit einiges auf die Beine gestellt. Erinnert sei hier nur an den Auftritt des Kosakenchores vor Jahresfrist. Der vergangene Sonntag mit dem Auftritt des Gospelchores aus Etelsen sorgte ein weiteres Mal für proppevolle Kirchenbänke und Emporen.

Die etwa 70 Sänger aus dem 5000 Einwohner zählenden Dorf 25 Kilometer südlich von Bremen sowie die vier Musiker an Gitarre, Banjo, Elektro-Harfe und Mundharmonika zelebrierten wahrlich meisterhaft die neun Gospels und Spirituals samt der geforderten vier Zugaben. "Selbst der anwesende Chef des Sponsors Niederschlesische Sparkasse, Bernd Michallik, und auch Landrat Hartmut Biele mit Gattin wurden zum Mitsingen animiert.

Nicht alle Sänger stammen direkt aus Etelsen, aber "rein norddeutsch" ist man schon. Angefangen hatte es vor etwa dreieinhalb Jahren. Es gab im Ort eine Gitarrengruppe, die solche Songs spielte. Irgendwann wollten die Leute aber auch singen, was sie aus den Saiten herausholten. Und so schlug die Geburtsstunde des Chores. Dessen Leiterin, Beate Köhler, ist hauptberuflich Lehrerin. Den Schülern muß der Gang in ihre Unterrichtsstunden mächtige Freude bereiten, wenn Frau Köhler auch dort ein genauso einnehmendes, freundliches und alle zu Optimismus und Stimmung verleitendes Wesen ist. Einige Sängerinnen bestätigten derlei Vermutung dann auch prompt.

Nach den Stippvisiten am Wochenende in Weißwasser und Niesky ging's direkt auf den Heimweg. Dort in Etelsen tritt man alle vier Wochen in einem Spätgottesdienst auf. Ansonsten steht im Tourneekalender für jedes Vierteljahr eine Reise in die nähere und - siehe Niederschlesien - weitere Umgebung. Vielleicht war der Trip in die hiesige Region nicht der letzte, denn eine entsprechende Einladung von Superintendent Dr. Andres Holzhey nahmen Beate Köhler und ihre stimmgewaltigen Damen und Herren dankend an.

 

 

SZ (Sächsische Zeitung) 30. Mai 1994

 

Musikalisches Wechselbad der Gefühle

Etelser Gospelchor begeisterte in Evangelischer Kirche

in Weißwasser

 

Weißwasser. Aus ihrer Heimat verschleppt und in den Südstaaten der USA zur Arbeit gezwungen, war die Musik für Hunderttausende von Sklaven das einzige "Ventil", um ihr Leid und ihre Qualen auszuhalten. In dieser Zeit entstanden Gospels und Spirituals, deren Inhalte trotz der grausamen Unterdrückung nicht nur Verzweiflung, Sehnsucht und Melancholie ausdrücken, sondern auch von der Hoffnung erzählen, daß es nach ihrem menschenunwürdigen Dasein ein anderes, neues Leben gibt. Freude und Resignation, Hoffnung und Traurigkeit - Ein solches Wechselbad der Gefühle vermittelte auch der Etelser Gospelchor am Sonnabend in der Evangelischen Kirche in Weißwasser. "Fährmann mach' das Boot klar zum Übersetzen über den Fluß", lautete ein Titel. Der Chor hatte die Aufforderung des Komponisten wörtlich genommen und war von Etelsen, zwischen Bremen und Verden an der Aller gelegen, in die Oberlausitz gereist. Klargemacht hatten die rund 70 Laiensänger im Alter zwischen 14 und 50 Jahren natürlich nicht ihre Boote, sondern Reisebusse. "So weit herum wie nach Weißwasser sind wir bis jetzt noch nicht gekommen", berichtete Chorleiterin Beate Köhler. So war das fremde Publikum auch für die Gäste eine ganz neue Erfahrung. Denn meistens singt das Ensemble vor heimischem Publikum: Alle vier Wochen wird ein Abendgottesdienst gestaltet und viermal im Jahr lädt der Chor zu einem Konzert ein. Für die "Fahrkarten" zeichnete übrigens Sparkassendirektor Bernd Michallik verantwortlich. Der Chor kommt aus seiner Heimatgemeinde. Daß das Interesse an Gospels und Spirituals auf so großes Interesse stößt, hätte auch Lehrerin Beate Köhler nicht für möglich gehalten. So wuchs in nicht einmal vier Jahren aus einem 30köpfigen Gitarrenkreis ein Chor mit knapp 100 überwiegend jungen Mitgliedern heran, von denen viele allerdings aus beruflichen Gründen nicht mitfahren konnten. Wie kommt es, daß traditionelle Chöre über Nachwuchsmängel klagen und die Jugendlichen einem Gospelchor fast die Tür einrennen? "Vielleicht sind es die modern wirkenden Tempo- und Rhythmuswechsel der Lieder, vielleicht die eingängigen Melodien und Texte, die auch nach so langer Zeit noch aktuell sind und die Gefühle der jungen Leute ansprechen", vermutete die Leiterin während einer Probenpause. Berühmte Gospelsänger haben sich die "Nordlichter" ganz bewußt nicht zum Vorbild genommen. "Das würde unseren Freiraum für Interpretationen zu sehr einengen." "Ich bin nur ein armer Fremder, aber: Ich bin auf dem Weg nach Hause", lautete ein weiterer Titel. Der Wunsch der Schwarzen von einst wurde für die Gospelsänger zur Pflicht: Bereits gestern machte der Fährmann wieder die Boote klar ...

 

 

Achimer Kreisblatt (Mai 1994)

 

Etelser führten Gottesdienstbesucher in Neuland

"Volle Kirchenbänke" beim Gottesdienst in Niesky

Gospelchor gab ein begeisterndes Konzert in Weißwasser

 

 

Etelsen. Der Etelser Gospelchor ist in Langwedel und umzu bereits bestens bekannt. Mit Auftritten in hiesigen Kirchengemeinden haben die inzwischen mehr als 100 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Beate Köhler bereits ein großes Publikum begeistern können. Kürzlich folgte der Chor mit Pastor Köhler einer Einladung der Niederschlesischen Sparkasse zu einer Konzertreise nach Sachsen.

In seiner Begrüßungsansprache betonte der Vorstand der Sparkasse, Herr Michallik, er wünsche sich, daß dieser Besuch dazu beitragen möge, Ost- und Westdeutsche einander näherzubringen. Hierbei sei es gerade die Musik, die zwischen den Menschen Brücken schlage.

Daß diese Verbindung gelungen ist, bewies der Etelser Gospelchor eindrucksvoll. Den 350 Besuchern des Konzertes in der evangelischen Kirche in Weißwasser boten die Chormitglieder ein eineinhalbstündiges, abwechslungsreiches Programm aus Gospels, Spirituals und plattdeutschen sowie internationalen Volksliedern. Der örtliche Radiosender, Radio WSW, übertrug das Konzert live aus der Kreuzkirche. Die schwungvollen Lieder der schwarzen Sklaven ließen die Zuhörer kräftig mitklatschen, und der Chor wurde an diesem Abend erst nach mehreren Zugaben verabschiedet.

Am folgenden Tag gestalteten die Sängerinnen und Sänger im 25 Kilometer entfernten Niesky in der evangelischen Kirche einen Gottesdienst mit, der "für volle Kirchenbänke" sorgte. Während in Etelsen diese etwas andere Art des sonntäglichen Gottesdienstes bereits regelmäßig im Terminkalender aufgenommen ist, betrat man in Niesky damit Neuland.

Trotz des vollen Programms während der Konzertreise durch Sachsen blieb den Etelsern noch Zeit für einen Abstecher ins benachbarte Bad Muskau. Sie besichtigten die Schloßruine des Fürsten Pückler inmitten einer herrlichen Parkanlage. Anschließend ging es über die Grenze nach Polen zu einem Einkaufsbummel auf dem Markt.

Wieder zurück in Etelsen, waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gleichen Meinung: die Fahrt hatte großen Spaß gemacht, und vielleicht sollte es nicht der letzte Besuch in Ostdeutschland gewesen sein.